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Dienstag, 3. September 2019

Sperrung des Schlossparkes Siebeneichen

Sperrung

Seit dem 2. September ist der Park für zwei Monate gesperrt

Der Schlosspark Siebeneichen ist seit Montag, dem 2. September 2019, für zunächst zwei Monate gesperrt. Grund dafür ist die Gefahr für die Erholungssuchenden, die von herabfallenden Ästen oder absterbenden und damit in ihrer Standsicherheit gefährdeten Bäumen ausgeht.

 

Der denkmalgeschützte sowie naturschutzfachlich wertvolle Schlosspark Siebeneichen ist derzeit durch ein rasantes Baumsterben gekennzeichnet. Dieses wird verursacht durch die seit nun zwei Jahren anhaltende Dürre, durch lokal auftretende Sturmereignisse sowie einem Befall der Bäume mit Insekten, insbesondere dem Buchdrucker – dem gefährlichsten Fichtenborkenkäfer. Dies hat zur Folge, dass einzelne Äste oder ganze Bäume vertrocknen. Besonders betroffen sind Fichten, Linden und Rotbuchen. Ebenso befinden sich durch Sturm umgestürzte Bäume im Gelände, welche teilweise die Wege versperren.

 

Diese Situation stellt für die Besucher des Schlossparkes Siebeneichen eine erhebliche Gefahr dar, einzelne Wege sind durch Totholz, Wurf- und Bruchholz nur unter Lebensgefahr zu passieren. Durch die zuvor genannten Ereignisse entstehen für die Stadt Meißen umfangreiche Verkehrssicherungsaufgaben, welche aufgrund ihres Ausmaßes sowie knapper Unternehmerverfügbarkeit nicht sofort vollumfänglich behoben werden können.

 

Dieser Gefahr begegnet die Stadt Meißen zunächst mit einer Sperrung des in ihrem Eigentum stehenden Teils des Schlossparkes Siebeneichen. Trotz des Namens ist der im 16. Jahrhundert durch die Herren von Miltitz angelegte „Schlosspark“ aus heutiger Sicht Wald. Nadelholzaufforstungen sowie der Verlust einer klaren Gliederung (wie zum Beispiel freigehaltene Sichtachsen und gepflegte Solitärbäume) führten in der Vergangenheit zu einem Verschwinden des historischen Parkcharakters. Zwischen Großem Küchengrund, Arita Hain, Bockwener Telle und Schlosswiese ist nun auf ca. 13 Hektar das Betreten dieses Waldes für zunächst zwei Monate untersagt. Das Waldgesetz des Freistaates Sachsen ermöglicht dieses Einschränken des Betretungsrechtes zum Schutz der Waldbesucher durch den Eigentümer. Die Stadt Meißen als Eigentümerin machte von dieser Möglichkeit ab Montag, dem 2. September 2019, Gebrauch.

 

Die hohe Gefahr, welche von den abgestorbenen und absterbenden Bäumen zum jetzigen Zeitpunkt ausgeht, führt weiterhin dazu, dass die bisherigen geplanten denkmalpflegerischen Maßnahmen, wie beispielsweise die Wiederherstellung historischer Sichtachsen, vorerst nicht gänzlich umgesetzt werden können. Gleichzeitig sind bestimmte Maßnahmen durch die momentane Schadsituation aber unaufschiebbar geworden. Dies betrifft insbesondere die Fällung abgestorbener Fichten sowie das Entfernen von Totholz aus dem Kronenraum älterer Rotbuchen und Linden.

 

Die Stadt Meißen bittet daher die Besucher und Anwohner die angebrachten Beschilderungen und weiteren Sperrvorrichtungen zu beachten. Ziel ist es, die Erholungssuchenden auf die bestehende Gefahr hinzuweisen und sie vor Schäden zu schützen. Eine sukzessive Wiederherstellung der Verkehrssicherheit im Schlosspark Siebeneichen ist – in Abstimmung mit den denkmalpflegerischen und naturschutzfachlichen Anforderungen – zeitnah geplant.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

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