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Dienstag, 19. November 2019

Hochspannung im Stadtmuseum

Elektrobaukasten
Weihnachtsausstellung "Achtung Hochspannung!" öffnet am 20. November

„Achtung Hochspannung! – Experimente & Entdeckungen vom Blitz zum Motor“ -  so heißt die diesjährige Weihnachtsausstellung des Stadtmuseums Meißen, die ab dem 20.11.2019 im vorweihnachtlich geschmückten Haus bis 23.02.2020 zu sehen ist. Den Hauptteil bildet eine Wanderausstellung des Universitäts- und Stadtmuseums Eulenburg in Rinteln mit Leuchttafeln und Experimentiertischen, die vom Stadtmuseum Meißen auf hiesige Umstände zugeschnitten wurde. So sind in einem zweiten Teil elektromechanische Spielzeuge aus der Sammlung von Eric Palitzsch zu sehen.

 

Es geht wieder lebendig zu: Der Besucher begibt sich auf eine Entdeckungsreise durch die frühe Elektrizitätsforschung, gespickt mit Experimenten z.B. an funkenschlagenden Elektrisiermaschinen, Magneten und Morseapparaten. Die Ausstellung lädt nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Mitmachen, Lernen und Spaßhaben ein.

 

Fast nichts geht heute ohne Elektrizität. Aber, woher kommt sie? Gewitter und Blitze versetzten die Menschen in Angst und Ehrfurcht, denn Blitze galten auch als göttliche Zeichen. Im Zeitalter der Aufklärung wuchs der Forscherdrang. Benjamin Franklin erkannte um 1750, „dass Gewitterblitze nichts Anderes sind, als der Funkenschlag einer riesigen, natürlichen Elektrisiermaschine aus Wolken. Die Ladung entsteht dabei aus der Reibung von Wasserdampfmolekülen.“

 

Am Anfang der Forschung zur Elektrizität stand die Beschäftigung mit dem Bernstein, der sich elektrostatisch aufladen kann und Teilchen anzieht – ein Alltagsphänomen. Die statische Elektrizität war nun bekannt, aber man konnte wenig damit anfangen. Sie wurde gern als Spektakel genutzt und in vornehmen Gesellschaften experimentell vorgeführt: abstehende Haare, elektrische Küsse, zuckende Muskeln.

 

Vor über 200 Jahren waren Beleuchtung, Verkehr, Kommunikation und der Haushalt völlig anders organisiert. Erst 1800 gelang Stromerzeugung zunächst per Batterie. Nach 1866 mit dem von Werner von Siemens entwickelten Generator war im Umkehrprinzip auch der Elektromotor erfunden. Voraussetzung blieb eine starke Energiequelle wie ein Wasserrad oder eine Dampfmaschine. Später wuchsen in Deutschland zahlreiche lokale Kleinkraftwerke zur Versorgung von Straßenblocks und Gehöften, dann folgten städtische Gleichstromzentralen und Überlandzentralen. Am Ende der Entwicklung standen die mit Kohle, Gas und schließlich Atomkraft betriebenen Großkraftwerke. Mit wachsender Bedeutung des Umweltschutzes ist der Blick auf erneuerbare Energiequellen gerichtet wie Wind- und Solarparks sowie Stromtrassen.

 

Meißen gehörte bereits im 19. Jahrhundert zu den Städten, die den Fortschritt für ihre Bewohner nutzten. Die Fa. Otto & Schlosser errichtete 1895 an der Uferstraße 3 ein Gleichstrom-Elektrizitätswerk, das auch das Stadtzentrum mit elektrischem Strom versorgte. Die elektrische Straßenbeleuchtung löste die alten Gaslaternen ab. 1911 entstand das Elektrizitätswerk in der Brauhausstraße. Einige nostalgische Relikte aus der Meißner Elektrizitätsgeschichte werden zu sehen sein, zum Beispiel Schalttafeln oder Stromzähler u.a., die Leihgaben der Meißener Stadtwerke sind.

 

Meißens elektrische Straßenbahn beförderte ab 1899 Personen und ein Jahr später auch Güter durch die Straßen. Für damals eine sehr rentable Angelegenheit. Per Film kann der Besucher noch einmal mitreisen. Gezeigt werden in der Ausstellung auch elektrische Geräte und ihre nichtelektrischen Vorgänger. Ebenso reiht sich elektromechanisches Spielzeuge der DDR-Zeit ein, darunter eine kleine Modelleisenbahn.

 

Eine besondere Überraschung bereiten die Meißener Stadtwerke am Nikolaustag den Kindern und Erwachsenen. Gemeinsam mit dem Stadtmuseum wurde ein Nikolaus-Special organisiert. Die Besucher erwartet ganztags die Möglichkeit, selbst Kerzen ziehen zu können. Die Kerzenwerkstatt „Helles Köpfchen“ aus Moritzburg ist zu Gast. Dazu verteilt der MSW-Wusel an die Kinder kleine Geschenke.

 

Veranstaltungen auf einen Blick:

 

Mi. 20.11.2019, 10-18 Uhr, Beginn der Ausstellung

Fr. 06.12. 2019, 10-18 Uhr, Nikolaus-Special/MSW-Museumstag mit Kerzenziehen und Energie - Wusel

So. 08.12.2019, 14 Uhr, Führung und Experimente mit Schnellrechner Dr. Dr. h. c. Norbert Herrmann und Ehefrau Gabriele

So. 15.12.2019, 15 Uhr, Adventsmusik der Musikschule

Di. 17.12.2019, 16 Uhr, Führung und Experimente mit Schnellrechner Dr. Dr. h. c. Norbert Herrmann und Ehefrau Gabriele

Sa. 21.12.2019, 11-18 Uhr, Spielzeug in Aktion mit Eric Palitzsch und seinen Funktionstests der Spielzeuge

So. 12.01.2020, 11-18 Uhr, Spielzeug in Aktion mit Eric Palitzsch und seinen Funktionstests der Spielzeuge

So. 26.01.2020, 16 Uhr, Führung und Experimente mit Schnellrechner Dr. Dr. h. c. Norbert Herrmann und Ehefrau Gabriele

Sa. 15.02.2020, 14 Uhr, Führung und Experimente mit Schnellrechner Dr. Dr. h. c. Norbert Herrmann und Ehefrau Gabriele

 

 

Gruppen sollten sich unbedingt anmelden, um genügend Platz an den Experimentiertischen zu bekommen. Tel.: 03521/458857, Öffnungszeiten: Di. bis So. 10-18 Uhr, 25./26.12./01.01. von 14 bis 18 Uhr, 24./31.12. geschlossen.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

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