1. Hauptnavigation
  2. Navigation der aktiven Seite
  3. Inhalt der Seite

Pressearchiv

Donnerstag, 2. April 2020

Hinter den Kulissen geht es weiter

Hinter den Kulissen des Stadtmuseums
Ausstellungsaufbau und Sommervorbereitungen im Stadtmuseum

Ab dem 4. April 2020 wäre die neue Sonderausstellung „In Freud und Leid zu jeder Zeit – Meißner Vereine zwischen 1735 und 1945“ im Stadtmuseum Meißen zu sehen gewesen. Durch die Allgemeinverfügung des Freistaates im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verlängert sich die reguläre Schließzeit des Museums für Umbau-, Wartungs- und Reinigungsarbeiten zunächst bis zum 20. April.

 

In dieser Zeit gibt es dennoch einiges zu tun. So gehört zu den finalen Vorbereitungen für die nächste Sonderausstellung die Positionierung der letzten Exponate sowie die Objektbeschriftung. „Wir bereiten alles wie geplant für die neue Sonderausstellung vor“, erklärt Museumsleiterin Linda Karohl-Kistmacher. Sieben große Fahnen bleiben jedoch noch bis zur Ausstellungseröffnung zum Schutz vor Staub und Licht abgedeckt. Dabei handelt es sich um bestickte und handbemalte Vereinsfahnen, die ältesten stammen aus den Jahren zwischen 1850 und 1860. Drei dieser Fahnen wurden von Textilrestauratoren im vergangenen Jahr in Vorbereitung auf die Ausstellung restauriert. „Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Sticktechniken angewandt. Beispielsweise durch die Verwendung leuchtender Zwirne wurden die Fahnen immer repräsentativer, aber auch schwerer“, erläutert Steffen Förster, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtmuseums.

 

Neben diesen kreativen Zeugnissen des Vereinslebens befindet sich ebenfalls ein 90 Jahre altes Slalomkajak als Faltboot – eine Leihgabe der SG Kanu Meißen e.V. – unter den Ausstellungsstücken. Laut Steffen Förster werden Faltboote auch heute noch in der damals angewandten Skelettbauweise hergestellt. Vor zwei Jahren war das Kajak sogar noch bei einem historischen Bootrennen auf dem Wasser unterwegs. „Das Slalomkajak ist eine der wenigen Leihgaben in dieser Sonderausstellung, die meisten Exponate stammen aus unserer Sammlung und wurden noch nie gezeigt“, so Förster.

 

Für ein Veranstaltungshighlight im Sommer bestehen laut Museumsleiterin ebenfalls schon Überlegungen: „Wir planen für den 15. Juli einen Museumssommersalon. Dabei sind alle Interessierten zu einem geführten Rundgang durch die Sonderausstellung mit anschließender Musik und Wein im Kreuzgang eingeladen, insofern das zu dieser Zeit wieder möglich ist.“

 

Bis zur Öffnung des Museums entwickelt das Team darüber hinaus ein museumspädagogisches Rahmenprogramm für die Sonderausstellung „In Freud und Leid zu jeder Zeit – Meißner Vereine zwischen 1735 und 1945“, in dem unter anderem Blankofahnen selbst gestaltet werden können. „Außerdem werden wir mit den Vorbereitungen der nächsten Sonderausstellung im November 2020 zum Thema Bergbau im Kreis Meißen beginnen sowie weiter an der permanenten Erschließung und Dokumentation unserer musealen Objekte arbeiten“, berichtet Karohl-Kistmacher.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

E-Mail