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Freitag, 22. Mai 2020

Soforthilfe-Maßnahmen zur Unterstützung der vom Tourismus abhängigen Unternehmen

Soforthilfe-Maßnahmen zur Unterstützung der vom Tourismus abhängigen Unternehmen
Stadtmarketing stellt dreistufiges Maßnahmenpaket vor

 

Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Stadt Meißen. Hunderte Betriebe und damit mehrere tausend Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt von den Gästen aus Nah und Fern abhängig. In den letzten Jahren durchlief Meißen eine positive touristische Entwicklung. Die Stadt verzeichnete 2019 das dritte Wachstumsjahr in Folge und die besten Übernachtungszahlen seit Beginn der Aufzeichnung. Meißen gehörte damit zum wiederholten Male zu den Kommunen mit dem größten, realen touristischen Wachstum im Sächsischen Elbland.
 
Die Tourismusbranche ist mit der Corona-Pandemie auch in Sachsen zum Stillstand gekommen. Da der Tourismus in Meißen wichtiger Standortfaktor und Aushängeschild ist, wurde vom Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur ein dreistufiges Soforthilfe-Maßnahmenpaket geschnürt. Amtsleiter Christian Friedel präsentierte das Paket, dass zusätzlich zu den geplanten Marketingmaßnahmen des Amtes realisiert wird, im letzten Sozial- und Kulturausschuss. Ziel des Paketes, welches sich an den von der Landesregierung beschlossenen Schritten orientiert, ist es, die vom Tourismus abhängigen Akteure während sowie nach der Corona-Pandemie durch die Intensivierung von Marketing- und Kommunikationsaktivitäten zu unterstützen. Zur Finanzierung des Soforthilfe-Maßnahmenpaketes beschloss der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsdiskussion für das laufende Jahr in seiner Sitzung am 22. April 2020 zusätzlich 70.000 Euro für das Stadtmarketingbudget zur Verfügung zu stellen.
 
Die erste Stufe des Paketes setzte unmittelbar nach der Schließung von Geschäften, Restaurants, Hotels sowie touristischen Einrichtungen ein. Das Meißner Stadtmarketing initiierte mit Unterstützung des Gewerbevereins die „Tante Emma“ – Kampagne. Mit dem Slogan „Lieber später „Tante Emma“ statt jetzt „Online-Riese“!“ wurden Meißnerinnen und Meißner dazu aufgerufen, während der Schließung der Einzelhandelsgeschäfte nicht in großen Internet-Kaufhäusern, sondern nach Wiedereröffnung vor Ort einzukaufen.
 
Neben weiteren Online-Marketingaktionen wurden und werden örtliche Beherbergungs-, Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe, touristische Leistungsträger sowie andere, durch die Pandemie betroffene Unternehmen von Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing mit Informationen über Maßnahmen und Handlungsempfehlungen des Landestourismusverbandes Sachsen (LTV), dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e. V. (DEHOGA) unter anderem mit Informationen über Fördermöglichkeiten versorgt. Zudem wird ein ständiger Kontakt zu Reiseveranstaltern und Individualreisenden gepflegt, die aufgrund der Corona-Pandemie von ihrem geplanten Meißen-Besuch absehen mussten, mit dem Ziel, diese Reisen noch im Jahr 2020 nachzuholen.
 
Mit der schrittweisen Wiedereröffnung der ersten Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe wurde die zweite Stufe des Maßnahmenpaketes beschritten. In Weiterführung des ersten Teils der „Tante Emma“ – Kampagne wird nach der Wiedereröffnung dazu aufgerufen, die aufgeschobene Shopping-Tour in örtlichen Geschäften, Boutiquen und „Tante-Emma-Läden" nachzuholen. Aufbauend auf dem ersten Slogan heißt es jetzt: Auf geht’s zu „Tante Emma“!
 
„Auf Grund anhaltender Reiseeinschränkungen durch die Corona-Pandemie wird sich das Reisegeschehen in dieser Saison und höchstwahrscheinlich auch über das Jahr hinaus, hauptsächlich im Inland abspielen. Deswegen wird sich der Schwerpunkt der Werbung, in der am 18. Mai gestarteten dritten Stufe, neben den sächsischen Ballungsgebieten auf die benachbarten Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Berlin und Bayern konzentrieren. Zudem werden weitere Maßnahmen in ausgesuchten Großstädten im gesamten Bundesgebiet sowie nach Öffnung der Grenzen in Tschechien und Polen umgesetzt“, führt Stadtmarketing-Chef Christian Friedel aus.
 
In den nächsten Monaten wird in Form von Großplakat-Werbungen, Facebook- und Instagram-Kampagnen, überregionalen Anzeigenschaltungen, Straßenbahnfernsehen in Dresden sowie einer noch intensiveren Verteilung von Werbematerialien für einen Besuch in Meißen geworben. In den Neuauflagen des Gastronomieführers sowie des Gastgeberverzeichnisses haben Beherbergungsbetriebe und gastronomische Einrichtungen die Möglichkeit, kostenlos für ihren Betrieb zu werben. Neben der bereits bestehenden mehrsprachigen Imagebroschüre wird nun auch der kürzlich erschienene Imageflyer in Polnisch und Tschechisch auf den Markt gebracht, um noch mehr Besucher aus unseren Nachbarländern anzulocken.
 
„Um die Online-Buchbarkeit, hauptsächlich kleiner und mittelständiger Unterkunftsbetriebe zu verbessern oder überhaupt erst möglich zu machen, werden wir den OnlineBuchungsService (OBS) einführen“, erläutert Christina Czach, die Leiterin der Meißner Tourist-Information. Bei Interesse betreut der erfahrene Dienstleister OBS Gastgeber persönlich und bringt die Unterkünfte auf die wichtigsten Buchungsseiten im Internet – für einen perfekten Auftritt im Netz und ohne großen Aufwand. Ende Mai finden die ersten vom Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur initiierten Schulungsveranstaltungen mit interessierten Gastgebern statt.
 
Diese, sowie zahlreiche andere Aktionen sollen dazu beitragen den Tages- sowie Übernachtungstourismus wieder anzukurbeln und Meißnerinnen und Meißner dazu bewegen Restaurants, Geschäfte sowie Freizeiteinrichtungen, wie dem Stadtmuseum und dem Kino sowie nach der Wiedereröffnung im Laufe des Jahres auch dem Theater und dem Wellenspiel mal wieder einen Besuch abzustatten.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

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