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Asyl

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

Kriege und politische Verfolgung veranlassen mehr und mehr Menschen, aus ihrer angestammten Heimat zu flüchten und in der Europäischen Union und verstärkt auch in Deutschland Schutz zu suchen. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist das Recht auf Asyl verankert und Gut unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Auch unsere Stadt steht mit der rasant ansteigenden Zahl Asylsuchender vor enormen Herausforderungen.

Auf dieser Seite „Asyl in Meißen“ möchte ich Sie zu aktuellen Entwicklungen in Meißen informieren, Ihnen darüber hinaus mit  Links zu Institutionen des Bundes, des Freistaates, des Landkreises und engagierten Meißnern weiteres Wissenswertes zugängig machen. Darüber hinaus finden Sie Kontaktdaten zu der von mir eingerichteten Stabstelle „Asyl“ für Hinweise und Fragen, die Sie bewegen sowie die Möglichkeit, persönliche Hilfsangebote zu unterbreiten.

Ihr Oberbürgermeister Olaf Raschke

 

Asylbewerber in Meißen - Fakten und Informationen

Einführung

Asyl

Das Grundrecht auf Asyl ist eines der zentralen Merkmale unseres demokratischen Rechtsstaates und im Grundgesetz als Schutz vor politischer Verfolgung verankert. Nur der Schutz einer aktiven Staatengemeinschaft kann Menschen auf der Flucht vor Folter, Tod und Vertreibung bewahren. Nach Einschätzung von Amnesty International sind im vergangenen Jahr rund 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht gewesen.

Die eskalierenden weltweiten Krisen und Konflikte haben zur größten Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Nur einen kleinen Teil der Flüchtlinge führt die Flucht bis nach Deutschland. Alle deutschen Kommunen haben die Pflicht, für eine menschenwürdige Unterkunft der Asylbewerber Sorge zu tragen. Meißen stellt sich mit vielen professionellen und ehrenamtlichen Helfern der Herausforderung der Aufnahme und Integration.

Flüchtlingszahlen und Unterbringung

Rund 500 Asylbewerber leben derzeit in Meißen. Aktuelle Zahlen zu Asylbewerbern in Sachsen finden Sie auch auf der Seite der Landesdirektion (siehe Linkliste rechts).

Die Unterbringung erfolgt durch den Landkreis Meißen. Die Stadt unterstützt diesen bei der Suche nach Unterkünften. Die Unterkünfte sind über das Stadtgebiet verteilt, um die Integration zu erleichtern.

Soziale Betreuung und Integration

Integration

Für die Förderung und Koordination der Integration und des respektvollen Miteinanders tragen die Integrationsbeauftragten der Stadt Meißen Verantwortung. Sie sind kompetente Ansprechpartner für alle Belange des nachbarschaftlichen Zusammenlebens von Flüchtlingen und weitergehender integrativer Maßnahmen.

Die soziale Betreuung der Flüchtlinge erfolgt über die Diakonie Riesa Großenhain (Adresse: Wolyniezstraße 2, 01662 Meißen), doch bei einem Betreuungsschlüssel von derzeit 1 zu 150 ist jedes gesellschaftliche Engagement eine große Hilfe. In Meißen setzt sich unter anderem das überparteiliche Verein Buntes Meißen e.V. mit der Vermittlung von Kontakten und Hilfsangeboten, mit Veranstaltungen und weiteren Initiativen für die Flüchtlinge ein.

Die beste Integration funktioniert von Mensch zu Mensch, darum sind Patenschaften für Flüchtlingsfamilien in der Nachbarschaft eine sinnvolle Idee. Da kann mal bei den Deutsch-Hausaufgaben geholfen, ein Behördengang gemeinsam absolviert oder ein Fahrrad repariert werden und gleichzeitig erweitert man den eigenen kulturellen Horizont. Wer gerne helfen möchte, der kann sich an die Diakonie oder den Verein Buntes Meißen e.V. unter info@buntes-meissen.de wenden. Ein entsprechendes Formular für Hilfsangebote ist auf dieser Seite zum Download erhältlich und liegt auch im Bürgerbüro der Stadt Meißen aus.

Häufig gestellte Fragen

Wer bestimmt eigentlich, wieviele Asylbewerber nach Meißen kommen?

Die Anzahl der Flüchtlinge, die jährlich in einem Bundesland untergebracht werden, legt der Bund nach dem Königssteiner Schlüssel fest, der nach Einwohnerzahl und Steuereinnahmen errechnet wird. Demnach entfallen auf Sachsen rund 5 Prozent der in Deutschland ankommenden Asylbewerber. Sie werden durch den Freistaat Sachsen zunächst in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz untergebracht. Zuletzt wurden oftmals sehr kurzfristig weitere Außenstellen, zur Erstaufnahme eingerichtet, die zu den Liegenschaften des Freistaates zählen, wie etwa die Fachhochschule Meißen. Seit dem 30.06.2016 gibt es in Sachsen lediglich in Chemnitz, Dresden und Leipzig Erstaufnahmeeinrichtungen. Für die Betreuung und Sicherheit in den Erstaufnahmestellen ist der Freistaat zuständig. Die Verteilung in Sachsen erfolgt dann auf die Landkreise bzw. die drei kreisfreien Städte. Für die Unterbringung innerhalb des Landkreises ist die Landkreisverwaltung zuständig. Die Gemeinden sind gesetzlich zur Mitwirkung verpflichtet.

Wo kommen die Asylbewerber in Zukunft unter und wer bezahlt die Unterkünfte?

Die Stadt Meißen will auch weiter an einer vorrangig dezentralen Unterbringung festhalten. Die Miete für die sogenannten Gewährswohnungen zahlt der Landkreis Meißen.

Woher kommen die Menschen? 

Die in Meißen lebenden Asylbewerber stammen hauptsächlich aus Syrien, Irak, Pakistan, Afghanistan, der Russischen Föderation sowie dem ehemaligen Jugoslawien. Insgesamt kommen die im Landkreis Meißen untergebrachten Menschen aus 31 verschiedenen Nationen.

Wieviel Geld erhält ein Asylbewerber?

Asylbewerber erhalten Leistungen gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz. Dieses sieht für Alleinstehende außerhalb von Aufnahmeeinrichtungen einen notwendigen Bedarf von 216 Euro und einen Bargeldbedarf von 135 Euro monatlich vor. Der Bedarf wird, wenn möglich, durch Sachmittel gedeckt. Sobald der Asylantrag anerkannt wurde, fällt die betroffene Person unter das SGB II.

Wie werden die Kinder von Flüchtlingen betreut?

Flüchtlingskinder können wie alle ausländischen Kinder eine Kindertagesbetreuung in Anspruch nehmen, wenn sie rechtmäßig oder auf Grund einer ausländerrechtlichen Duldung ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Kinder im Grundschulalter lernen derzeit in den Deutsch-als-Zweitsprache-Klassen an Meißner Grund- und Oberschulen. In den Klassen werden sie neben dem regulären Unterricht an die deutsche Sprache herangeführt. 

Dürfen die Flüchtlinge eigentlich arbeiten?

Für Asylsuchende und Geduldete ist die Arbeit in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts ganz verboten. Auch danach hatten sie bislang zumeist kaum Chancen auf einen Job. Die Bundesanstalt für Arbeit durfte bisher einer Beschäftigung von Asylbewerbern und Geduldeten nur unter bestimmten Voraussetzungen zustimmen: Für das konkrete Stellenangebot durften keine deutschen Arbeitnehmer, EU-Bürger oder entsprechend rechtlich gleichgestellte Ausländer zur Verfügung stehen.  

Nun hat der Gesetzgeber einige Erleichterungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt beschlossen. Demnach entfällt die Vorrangprüfung:
- für Hochschulabsolventinnen und -absolventen in sog. Engpassberufen oder
- für Fachkräfte, die eine anerkannte Ausbildung für einen Engpassberuf nach der Positivliste der Bundesagentur für Arbeit haben beziehungsweise an einer Maßnahme für die Berufsanerkennung teilnehmen oder
- wenn die Menschen seit 15 Monaten ununterbrochen erlaubt, geduldet oder mit einer Aufenthaltsgestattung in Deutschland sind. 

In Meißen wurden bereits für einen Teil der Asylbewerber Arbeitsgelegenheiten geschaffen. Sie sind unter anderem in der Stadtgärtnerei, der Freien Werkschule oder beim MSV Meißen 08 tätig.

Wie kann ich helfen?

Wer aktiv helfen möchte, egal ob mit Sachspenden, Sprachkursen, Patenschaften oder Sport- und Freizeitaktivitäten für die Asylbewerber, der meldet sich am besten unter asyl@stadt-meissen.de oder unter info@buntes-meissen.de. Hilfsangebote werden dann weitervermittelt. Neben Möbeln, Kindersachen und anderen Dingen des täglichen Bedarfs stehen an erster Stelle der Erwerb von Deutschkenntnissen, soziale Kontakte und eine sinnvolle Beschäftigung. Unter https://www.facebook.com/pages/Buntes-Meißen findet man außerdem Hinweise auf die regelmäßigen Treffen des Vereins Buntes Meißen, zu denen alle Bürger herzlich willkommen sind.

Kontakt

Porträt Daniela Rogowski-Orwat und Saskia Panke

Daniela Rogowski-Orwat und Saskia Panke

Stadtteilmanagerinnen

Markt 3, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 121

Sprechzeit:
Di 9-12 Uhr und 13-18 Uhr

+49 (0) 3521 467125

E-Mail

Kontakt

Migrationsberatung der Diakonie

+49 (3521) 72 73562

+49 (3521) 72 73563

E-Mail

Mithelfen

Hände

 

 

Wer aktiv helfen möchte, der meldet sich am besten unter asyl@stadt-meissen.de oder info@buntes-meissen.de. Hilfsangebote werden dann weitervermittelt. Neben Möbeln, Kindersachen und anderen Dingen des täglichen Bedarfs stehen an erster Stelle der Erwerb von Deutschkenntnissen, soziale Kontakte und eine sinnvolle Beschäftigung. Auch interessierte Arbeitgeber und Vermieter werden dringend gesucht!