Was haben der große russische Komponist Peter Tschaikowski, der im kommenden Jahr 170 Jahre geworden wäre, und die Porzellan- und Weinstadt Meißen gemeinsam?
Auf den ersten Blick nicht viel. Doch schaut man in die Familienbiografie des Künstlers, so erkennt man, dass der Ur-Großvater Tschaikowskis ein Meißner war und ein berühmter dazu: Michel Victor Acier. 1736 in Versailles geboren, kam er nach Meißen und wurde Königlicher Modellierer, später Modellmeister in der Porzellan-Manufaktur Meissen an der Seite von Joachim Kändler. 1799 verstarb er in Dresden.
Sein Sohn Heinrich Maximilian Acier und späterer Großvater von Peter Tschaikowski wurde 1788 in Meißen geboren und in der Meißner Frauenkirche getauft. Mit 16 Jahren ging er nach St. Petersburg und durchlief eine steile Karriere in der Zollverwaltung. Seine Tochter - Alexandra Acier erblickte in St. Petersburg das Licht der Welt und ehelichte als zweite Frau später Ilja Tschaikowski. Ihr gemeinsamer zweiter Sohn und späterer weltbekannte russische Komponist Peter Tschaikowski kam am 25. April 1840 auf die Welt.
Somit liegen die Wurzeln von Peter Tschaikowski in Meißen und darauf wollen die Mitglieder der Peter-Taschaikowski-Gesellschaft auch im kommenden Jahr aufmerksam machen. Dazu findet am 30. Mai 2010 im Theater ein Soireee mit Vortrag, Klaviermusik und Lichtbildern zu Tschaikowskis Vorfahren in Meißen statt. Im Dezember wird das Ballett „Schwanensee“ im Meißner Stadttheater zu sehen sein.