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Montag, 25. Oktober 2021

„Heißzeit“ erobert Meißen - Der Kultursommer sorgte für ein Aufatmen in schwierigen Zeiten

Frau vor Brunnen
„Das gibt’s nur in Meißen!“, jubelt die Dresdner Morgenpost. „Überraschung auf dem Spielplatz“, titelt die  Sächsische Zeitung. Grund für die Begeisterung: die Spielplatzkonzerte. Im Rahmen der Heißzeit holte Kulturreferentin Sara Engelmann Musikerinnen und Musiker, Tanzperformances und sogar ein Ensemble der  Elblandphilharmonie mitten auf die Tobeplätze der Jüngsten. Und die fanden es toll. Dabei waren die Konzerte nur einige unter vielen Veranstaltungen im Rahmen des Meißner Kultursommers 2021.

Aufführungen, Musik, Lesungen, Workshops, Filmvorführungen, Ausstellungen – die Bandbreite war groß.

Ein Budget von 87.500 Euro, davon eine 80-prozentige Bundesförderung im Rahmen des „Neustart-Kultur“-Programmes und zahlreiche helfende Hände machten das Unmögliche möglich: „Nach der langen kulturellen Eiszeit ist es uns in kürzester Zeit gelungen, Kultur im öffentlichen Raum wieder sichtbar zu machen, freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne zu bieten und vor allem junge Menschen zum Mitmischen zu bewegen“, berichtet Sara Engelmann im Sozial- und Kulturausschuss Mitte Oktober.

In Zahlen heißt das: Rund 150 teilnehmende Künstlerinnen und Künstler haben mit 84 Veranstaltungen an 40 Veranstaltungstagen, 35 unterschiedliche Orte bespielt, 15 davon in der Altstadt und 20 im weiteren Stadtgebiet. 40 Veranstaltungen richteten sich vor allem an ein junges Publikum und 26 Workshops luden zum Mitmachen ein.  Besonderer Publikumsmagnet neben dem Auftakt mit der Breakdance-Battle „Bring it Back Jam“ Ende Juni war das Straßentheaterfestival „Gassenzauber“ am letzten Juliwochenende. Hier hatte das Theater Meißen die Fäden in der Hand.

Bis zum 26. September lockten darüber hinaus etliche neue Formate auf die Straßen und Plätze der Stadt. „Wir hatten die einmalige Chance, Vieles auszuprobieren und auch mal unperfekt zu sein“, sagt Sara Engelmann.

So organisierte der Jugendstadtrat mit Wellenspiel und Filmpalast ein Picknickkino im alten Freibad. Die Bürger für Meißen luden mit dem Fahrradkino Chemnitz zum besonderen Filmabend auf der ehemaligen Rollschuhbahn. Der Kunstverein erklärte mit dem Projekt „Playground“ kurzerhand den Elbeparkplatz zum künstlerischen Spielplatz für Performances und Kunstaktionen. Die Afra-Gemeinde schuf mit einem Orgel- und Elektrokonzert auf dem Markt ungewohnte Hörerlebnisse. Das Atelier Nora Bräuer lud zum Graffiti- und DJ Workshop in die Leipziger Straße. Vor der Stadtbibliothek spross eine Leseinsel aus Kork aus dem Boden.

Völlig „Verkorkst“ waren auch Dieter Beckert und Micha Winkler, die mit der Kunstfigur Maxim Korki und einem absurd-witzigen Kleinkunstabend für Lacher sorgten.

Mit Lesungen im Pocket-Park, Schreibwerkstätten, Comicworkshops, Vorträgen und schließlich mit einer besonderen Flaggenaktion machten die Künstlerinnen und Künstler der Görnischen Gasse auf sich und das Potenzial ihrer Straße aufmerksam.

„Was wir aus der „Heißzeit“ mitnehmen, ist dass man selbst in einer kleineren Stadt gemeinsam  etwas Großes auf die Beine stellen kann, wenn alle an einem Strang ziehen aber auch die Erkenntnis, dass es für kleine Kulturformate an ungewohnten Orten eine hohe Nachfrage gibt“, so das vorläufige Resümee der Kulturreferentin.

Das sehen die anwesenden Stadtratsmitglieder ähnlich. Sie sind überzeugt von der Zukunft des Kultursommers „Solche Formate passen super zu Meißen“, betont etwa Holger Metzig (U.L.M./FDP/FB/CDU) und zeigt sich beeindruckt, wie viel mit verhältnismäßig wenig Geld in kurzer Zeit realisiert wurde. Von „Hochkultur im Kleinformat“ spricht Ute Czeschka (Bürger für Meißen/SPD).

Wie sie sprechen sich auch die Meißner Gewerbetreibenden für eine Fortsetzung des Kultursommers aus. Das berichtet Wirtschaftsförderer Martin Schuster: „Von dieser Seite wurde eine nie dagewesene Belebung der Stadt wahrgenommen, Umsätze in Gastronomie und Handel haben spürbar profitiert.“

Nun soll nach Möglichkeiten der Finanzierung und Organisation gesucht werden, um auch künftig die Stadt mit Kunst und Kultur zu beleben.

Für die konstruktive und kreative Zusammenarbeit im Rahmen des Kultursommers dankt die Kulturreferentin ausdrücklich allen Beteiligten: den freien Kunst- und Kulturschaffenden und künstlerischen Initiativen aus Meißen und ganz Sachsen, dem Jugendstadtrat, den Vereinen (unter anderem Kunstverein, Kulturverein, Museum unterwegs, Bürger für Meißen, Gewerbeverein, Meissen TV), der Bürgerstiftung, den Kultureinrichtungen (unter anderem Theater, Elbland Philharmonie, Albrechtsburg), Akteurinnen und Akteuren der Soziokultur sowie den in den Kultursommer involvierten städtischen Ämtern.

„Heißzeit“ – der Meißner Kultursommer 2021 wurde im Programm „Kultursommer 2021“ durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. Alle Veranstaltungen waren kostenfrei.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
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