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Unternehmen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Informationen für Unternehmen

Die Corona-Schutz-Verordnung vom 11. Dezember 2020 (angepasst am 15. Dezember 2020) sieht unter anderem vor, dass Einkaufszentren, Einzelhandel sowie Ladengeschäfte mit Ausnahme zulässiger Telefon- und Online-Angebote ausschließlich zum Versand oder zur Lieferung ab 14. Dezember 2020 schließen müssen. Erlaubt ist unter anderem die Öffnung von folgenden Geschäften und Märkten des täglichen Bedarfs sowie der Grundversorgung:

Lebensmittelhandel, Tierbedarf, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Orthopädieschuhtechniker, Bestatter, Optiker, Hörgeräteakustiker, Sparkassen und Banken, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons und Ladengeschäfte des Zeitungsverkaufs, Verkauf von Weihnachtsbäumen, Tankstellen, Wertstoffhöfe, Kfz- und Fahrradwerkstätten sowie einschlägige Ersatzteilverkaufsstellen, Großhandel beschränkt auf Gewerbetreibende, selbstproduzierende und -vermarktende Baumschulen, Gartenbau- und Floristikbetriebe.

Die Kundenbeschränkungen pro Quadratmeter in Geschäften gelten weiterhin. Die zulässige Höchstzahl an Kunden, die gleichzeitig anwesend sein dürfen, ist im Eingangsbereich bekannt zu geben. 

Die zuständigen kommunalen Behörden können abhängig von der aktuellen regionalen Infektionslage verschärfende Maßnahmen ergreifen, die der Eindämmung des Infektionsgeschehens dienen. 

 

Über die Internetseite https://www.coronavirus.sachsen.de/unternehmen-arbeitgeber-und-arbeitnehmer-4136.html?_cp=%7B%7D finden Unternehmen weitergehende wichtige Informationen der sächsischen Staatsregierung zum Corona-Virus, den Auswirkungen sowie Informationen zu Hilfsprogrammen.


Zudem haben die Wirtschaftsförderungen des Landkreises und der Stadt Meißen allgemeine Informationen für Unternehmen in Sachsen, welche vom Ausbruch des Corona-Virus betroffen sind, zusammengestellt:

Außerordentliche Wirtschaftshilfe November

Für die außerordentliche Wirtschaftshilfe gelten folgende Rahmenbedingungen:

1. Antragsberechtigung

Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

Indirekt Betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Verbundene Unternehmen also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.
 
2. Welche Förderung gibt es?
 
Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).
Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.
Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.
 
3. Anrechnung erhaltener Leistungen:
 
Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.
 
Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November: Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.
Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.
 
4. Antragstellung:
 
Die Anträge können über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen.
Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.

II. Phase "Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen"

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm. Sie bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige im Haupterwerb sowie für Organisationen. Sie hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern und so Existenzen zu sichern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern.
 
Anträge für die zweite Phase (Fördermonate September bis Dezember 2020) können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020. Eine Antragstellung für die erste Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist nicht mehr möglich.

Laufzeit

Unternehmen, Organisationen und Selbstständige können die Überbrückungshilfe für insgesamt vier Monate (September, Oktober, November, Dezember 2020) beantragen.

Durchführung

Die Überbrückungshilfe kann nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal beantragt werden.
Die Antragsbearbeitung erfolgt in den Bewilligungsstellen der Länder.

Antragsvoraussetzungen

-Unternehmen, Organisationen und Selbstständige unabhängig von der Mitarbeiterzahl, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren

- haben entweder einen Umsatzeinbruch im Zeitraum April bis August 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten um durchschnittlich mindestens 50 % gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten oder im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mindestens 30 % erfahren

- Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Dabei ist die Anzahl der Beschäftigten bei der 2. Phase der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum September-Dezember 2020) ohne Bedeutung für den maximalen Erstattungsbetrag. Anders als bei der 1. Phase der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum Juni-August 2020) gibt es keine Maximalbeträge für Unternehmen mit bis zu fünf bzw. zehn Beschäftigten. Unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten ist eine maximale Förderung von bis zu 50.000 Euro pro Monat möglich.
 
Alle weiterführenden Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html oder zusammengefasst auf der Seite der Sächsischen Aufbaubank https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/%C3%BCberbr%C3%BCckungshilfe-f%C3%BCr-kleine-und-mittelst%C3%A4ndische-unternehmen.jsp und in beiliegender Form als PDF.

Beantragung von Azubi-Coronahilfe

Seit dem 27. April können von der Corona-Krise betroffene Ausbildungsbetriebe in Sachsen einen einmaligen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (1,5 Monate) beantragen. Eine entsprechende Förderrichtlinie des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat das sächsische Kabinett am 21. April verabschiedet. Es werden Ausbildungsbetriebe unterstützt, die von Kurzarbeit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter haben.


Ziel der Förderung
Der Freistaat Sachsen gewährt einen Zuschuss in Höhe des 1,5fachen Monatslohns des jeweiligen Auszubildenden für Betriebe, die von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind. Die Zuwendung wird nur für den Zeitraum gewährt, in dem für das zu fördernde Ausbildungsverhältnis kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit besteht, der Auszubildenden gegenüber seinem Ausbildungsbetrieb aber einen Anspruch auf Zahlung der Ausbildungsvergütung nach § 19 Abs. 1 Nr. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG) für sechs Wochen (1,5 Monate) hat.


Anspruchsberechtigung
Ausbildungsbetriebe mit Hauptsitz oder rechtlich selbständiger Niederlassung im Freistaat Sachsen und maximal 250 Mitarbeitern sind anspruchsberechtigt.


Voraussetzungen
  • Der Ausbildungsbetrieb muss von Kurzarbeit betroffen sein. Für das zu fördernde Ausbildungsverhältnis zu einem Beruf nach BBiG oder HwO muss Kurzarbeit bewilligt worden sein.
  • Der zu fördernde Betrieb darf nicht bereits zum Jahresende 2019 in Schwierigkeiten gewesen sein, ist aber danach in Folge des Ausbruchs von COVID-19 in Schwierigkeiten gekommen.
  • Die Auszahlung wird von der Landesdirektion Sachsen angewiesen und erfolgt direkt auf das vom Antragsteller angegebene Firmenkonto. 

Das Zuschussverfahren wird von der Landesdirektion Sachsen (LDS) durchgeführt. Anträge und zusätzlich erforderliche Unterlagen sind an die Landesdirektion Sachsen, Referat 28, Altchemnitzer Str. 41, 09120 Chemnitz oder per E-Mail zu senden. Der Antrag ist spätestens bis 30. Juni 2020 bei der LDS einzureichen.

Unterlagen und Erläuterungen zum Förderprogramm finden Sie auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen: https://www.lds.sachsen.de/foerderung/?ID=16396&art_param=335

Online-Portal für Meißner Händler und Gewerbetreibende

„Online erreichbar sein, wenn offline nichts mehr geht“ – das bietet die Internet-Plattform www.meissen.online allen Meißner Händlern, Dienstleistern, Gastronomen und Gewerbetreibenden ab sofort kostenfrei bis zum Ende des Jahres an. Dadurch bekommen sie die Möglichkeit, trotz der durch den Freistaat Sachsen verfügten Schließung der Geschäfte im Zusammenhang mit der Eindämmung des Corona-Virus, weiterhin für Kunden erreichbar zu sein, Waren anzubieten und zu vertreiben.

Sie können auf der Plattform ein eigenes Konto anlegen, ihre Produkte einpflegen und anschließend online verkaufen. Auch auf das Liefersystem des Portals kann dabei zurückgegriffen werden. Darüber hinaus ist neben dem Warenangebot eine Gutschein-Kauffunktion verfügbar. Dadurch können die Verbraucher die Gewerbetreibenden aktuell in ihrer Existenz unterstützen.

meissen.online teilt alle neuen Produkte und Angebote über seine Social-Media-Kanäle. Um den Einstieg in die Internetpräsenz zu erleichtern, stehen Anleitungen auf der Seite zur Verfügung. Als Ansprechpartner zur Registrierung sowie für Fragen und Hilfestellungen ist das Büro über die unter https://meissen.online/contacts hinterlegten Kontaktmöglichkeiten erreichbar.

 

 

Empfehlung der Wirtschaftsförderung:

Ob es nach der Krise zu finanziellen Unterstützungen durch Bund und Land kommt, ist aktuell nicht absehbar. Dennoch rät die Wirtschaftsförderung dazu, Ausfälle bzw. Einbußen konkret zu dokumentieren.


Bei Fragen steht Ihnen die Wirtschaftsförderung der Stadt Meißen sowie das Quartiersmanagement jederzeit zur Verfügung.

KfW Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt. Zur Antragsstellung, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank bzw. Finanzierungspartner. Die Programme der KfW finden Sie hier: www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Weitere Informationen Sie auch auf den Seiten von Kammern und Verbände:

IHK Dresden: www.dresden.ihk.de/corona
HWK Dresden: www.hwk-dresden.de/Artikel/detail/informationen-zum-coronavirus/id/12668
DEHOGA Sachsen: www.dehoga-sachsen.de/corona/index_corona.php
Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e. V.: www.kreatives-sachsen.de

Steuerliche Maßnahmen bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge des Corona-Virus

Das Sächsisches Staatsministerium der Finanzen hat mitgeteilt, dass Unternehmen, die in Folge des Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen können. Konkret können auf Antrag laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden; Säumniszuschläge können erlassen werden. Auch auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend verzichtet werden. Betroffenen Unternehmen wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen. Darüber hinaus hat der Koalitionsausschuss in Berlin steuerpolitische Maßnahmen beschlossen, die die Wirtschaft entlasten sollen, wie zum Beispiel verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für digitale Wirtschaftsgüter. Dazu können Unternehmen ihre Steuerberater ansprechen.

Erstattung von Verdienstausfall auf Grund eines Tätigkeitsverbotes

Bei Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige vor dem Hintergrund des Corona-Virus durch die Landesdirektion Sachsen gilt die zwingende Vorrausetzung, dass Beschäftigte eines Unternehmens oder Selbstständige durch ein Gesundheitsamt einem Tätigkeitsverbot/einer Quarantäne unterliegen müssen! Anderweitige Entschädigungen – etwa bei Umsatzeinbußen oder Auftragsausfällen – können über die Landesdirektion Sachsen nicht geregelt werden. Hierzu bietet das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ein Informationsportal mit entsprechenden Kontaktmöglichkeiten an.


Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot (Quarantäneanordnung) unterliegt oder unterworfen wird bzw. abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes gewährt. Ausführliche Informationen und einen Ansprechpartner zu diesem Thema erhalten Sie über folgenden Link: https://www.lds.sachsen.de/soziales/?ID=15508&art_param=854.

Abschließend möchten wir Sie auf die Homepage des Gesundheitsamtes Meißen verweisen. Auf der Seite http://www.kreis-meissen.org/15946.html finden Sie neben viele Informationen und Hilfestellungen für Arbeitgeber auch extra eingerichtete Kontaktdaten. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes stehen Ihnen bei allen Fragen rund um den Umgang mit der Thematik als Ansprechpartner zur Verfügung.

Kurzarbeitergeld

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Der Gesetzgeber hat hierfür den Zugang zum Kurzarbeitergeld rückwirkend zum 01.03.deutlich erleichtert:

  • Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 Prozent
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit (https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-sachsen/content/1533735274092). Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden. Den Antrag auf Kurzarbeitergeld können Sie direkt über folgenden Link erreichen https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeigekug101_ba013134.pdf.


Über die Hotline: 0800 45555 20 können Sie sich auch telefonisch beraten lassen und werden bei einem Anruf aus dem Festnetz auch automatisch an den für Sie zuständigen Arbeitgeberservice verbunden.

Sollten Sie von der Beantragung des Kurzarbeitergeldes Gebrauch machen wollen, achten Sie bei der Begründung des Arbeitsausfalls bitte darauf, dass Sie dies nicht nur mit dem Virus begründen, sondern etwas ausführlicher erläutern, bspw. der Wegfall von Lieferketten, die Schließung von Endabnehmern bzw. Kunden, wegbrechende Aufträge oder fehlende Materiallieferungen.

Hinweis: Wenn Sie das entsprechende Kurzarbeitergeld bereits für den Monat März beantragen wollen, dann muss der Antrag im Monat März gestellt werden. Für Anträge, die erst im April eingehen, kann das Kurzarbeitergeld auch erst ab dem April bewilligt werden.

Beratung durch die SAB für wirtschaftlich betroffene Unternehmen

Unternehmen in Sachsen, welche vom Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, können sich bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) - kostenfrei - beraten lassen. Nutzen Sie dafür die neue Hotline 0351 4910-1100.
Das Beratungszentrum Konsolidierung (BZK) der SAB erreichen Sie darüber hinaus telefonisch unter 0351 4910-3911 oder unter 0351 4910-3914.

Förderprogramm des Freistaates "Sachsen hilft sofort"

Die Soforthilfe des Freistaates Sachsen in Form des Liquiditätsdarlehens „Sachsen hilft sofort“ kann seit 17. April 2020 auf der die Homepage der SAB (www.sab.sachsen.de) auch von mittelständischen Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Sachsen, mit bis zu 100 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) und einem Jahresumsatz im Jahr 2019 von über 1 Mio. Euro beantragt werden.

Die SAB hat darüber hinaus seit der Einführung des Darlehens am 23. März 2020 einige Konkretisierungen bzw. Anpassungen an den Voraussetzungen, den Konditionen und an dem Verfahrensablauf bei der Beantragung des Darlehens vorgenommen.

Diese Änderungen/Ergänzungen möchten wir Ihnen zum besseren Überblick nachfolgend kurz zusammengefasst hervorgehoben darstellen:

Nicht gefördert werden:

  • Selbstständige, die die Tätigkeit im Nebenerwerb ausüben
  • Unternehmen, die in der Fischerei oder der Aquakultur tätig sind
  • Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind
  • Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe von Vereinen
  • Gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen
  • Eigenbetriebe von Gebietskörperschaften und Unternehmen im Eigentum von Körperschaften sowie Anstalten des öffentlichen Rechts


Was wird gefördert:

  • Liquiditätsbedarf bei Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.
  • Bei Einzelunternehmen/Solo-Selbstständigen und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft kann der Unternehmerlohn gefördert werden, wenn dieser in den nächsten vier Monaten 6.500 EUR nicht übersteigt.

 

Voraussetzungen:

  • Sitz oder Betriebsstätte befindet sich im Freistaat Sachsen (inklusive der steuerlichen Veranlagung) und der Liquiditätsbedarf besteht für diese Einrichtungen
  • Unternehmen war per 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gem. Art. 2 Abs. 18 der EU-Verordnung 651/2014
  • Prognose für einen Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise
  • Rückzahlung des Darlehens muss bei normalem wirtschaftlichen Ablauf innerhalb der Laufzeit des Darlehens zu erwarten sein
  • Der Jahresumsatz per 31.12.2019 ist nicht mehr auf 1 Mio. beschränkt

 

Konditionen:

  • Für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 bis zu 1 Mio. EUR ist die Darlehenshöhe auf 50.000 EUR begrenzt.
  • Für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 über 1 Mio. EUR ist die Darlehenshöhe auf 100.000 EUR begrenzt.

 

 Tilgung:

  • Quartalsweise nach tilgungsfreier Zeit
  • Sondertilgungen sind jederzeit möglich
  • Bei Tilgung des Darlehens in Höhe von 90 % der Darlehenssumme innerhalb von drei Jahren nach Darlehensgewährung wird der restliche Darlehensbetrag erlassen.
  • Wird das steuerlich festgestellte Jahresergebnis für das Jahr 2019 bis zum 31. Dezember 2023 nicht erreicht, wird auf Antrag ein Teilerlass von bis zu 20 % gewährt.

 

Verfahrensablauf:

Der Antrag auf Förderung ist unter Verwendung der vorgegebenen Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen. Verwenden Sie dazu bitte das Förderportal. 

 

Für die Bearbeitung von Anträgen von Antragstellern über 1 Mio. EUR Jahresumsatz ist eine Erklärung der Hausbank, des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers erforderlich. Liegt diese nicht vor, wird der Antrag nicht bearbeitet.

Bitte beachten Sie, dass Anträge, die seit dem 15. April 2020 per E-Mail eingereicht werden, nicht mehr bearbeitet werden. Bitte stellen Sie Ihren Antrag über das Förderportal. In Ausnahmefällen können Sie diesen auch postalisch einreichen. 

 

Frist / Dauer:
Eine Antragstellung ist laufend bis spätestens zum 30. September 2020 möglich.

 

Hinweis:
Per E-Mail eingereichte Anträge werden seit 15.04.2020 nicht mehr von der SAB bearbeitet. Für die Antragstellung ist das Förderportal zu nutzen.

Das Formular für die Bestätigung/Erklärung eines sachverständigen Dritten bei einem Jahresumsatz von über 1 Mio. Euro finden Sie unter https://fs.egov.sachsen.de/formserv/findform?shortname=sab67305&areashortname=sab

Soforthilfeprogramm des Bundes

Das Soforthilfeprogramm des Bundes kann ab sofort über die Homepage der SAB (www.sab.sachsen.de) beantragt werden.

Der Soforthilfezuschuss fördert Solo-Selbstständige, Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb und kleine Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen.
 
Der Zuschuss ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt, in Abhängigkeit des erklärten Liquiditätsengpasses:
 
- bei bis zu 5 Beschäftigten: bis zu 9.000 Euro
- bei bis zu 10 Beschäftigten: bis zu 15.000 Euro
 
Die Antragstellung kann nur auf elektronischem Weg über das Förderportal der SAB erfolgen. Sollten Sie dort noch kein Nutzer sein, registrieren Sie sich bitte zunächst in dem Portal.

Die Anträge können bis spätestens 31.05.2020 bei der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - (SAB) gestellt werden.
 
Weitere Informationen und Konditionen zum Zuschuss finden Sie hier.
 
ACHTUNG: Aufgrund der hohen Nachfrage ist die Erreichbarkeit des Portals der SAB nicht immer gewährleistet. Bitte versuchen Sie es dann zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Alternativ ermöglicht die SAB aber auch seit 31.03.2020 die Antragstellung in Papierform und hat dafür unter https://www.sab.sachsen.de/formulare/corona/antrag-soforthilfe-zuschuss-bund.pdf das Antragsformular als pdf-Format zur Verfügung gestellt.
Sollten Sie Ihren Antrag bereits elektronisch gestellt haben, bittet die SAB allerdings darum, von einer erneuten Einreichung in Papierform abzusehen.
 
Weiterhin hat das Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Vollzugshinweise für die Beantragung von Soforthilfen ein Informationsblatt erstellt. Dieses können Sie unter https://www.sab.sachsen.de/formulare/corona/vollzugshinweise-für-soforthilfen.pdf abrufen.

Kontakt

Porträt Martin Schuster

Martin Schuster
Markt 3, 01662 Meißen
Zimmer 120

+49 (0) 3521 467-454

+49 (0) 3521 467-286

E-Mail

Kontakt

Marcel Noack

Quartiersmanager
Ladengeschäft
Fleischergasse 2
01662 Meißen

Tel.: +49 (0) 152 23384609, E-Mail

 

Viola Rotenberg
Sanierungsberatung
SEEG Service GmbH
Schloßberg 9
01662 Meißen

Tel.: +49 (0) 3521 474348, E-Mail

Übersicht Bundeshilfen

In den vergangenen Wochen wurden umfangreiche Bundeshilfen zur Unterstützung der Wirtschaft durch den Bundestag und den Bundesrat beschlossen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat diese Hilfen in einer Übersicht zusammengefasst. Die Liste mit Stand vom 16. April 2020 können Sie hier herunterladen: