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Mittwoch, 18. Januar 2012

Meißen würdigt seine Ehrenamtlichen

Die Ehrenamtspreisträger 2011.
Das sind die fünf Preisträger des Ehrenamtspreises 2011, die im Rahmen des Neujahrsempfangs des Oberbürgermeisters und der Meißener Stadtwerke GmbH am Abend des 17. Januar geehrt wurden: Iris Kubera, Dr. Peter Matthé, Dietmar Heinrich, Heinz Gleisberg und Bernhard Haasler.

Iris Kubera

Wilhelm Busch formulierte mit der ihm eigenen Verschmitztheit: "Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind."

Betrachten wir die Arbeit von Iris Kubera stellen wir fest: Die Bezeichnung "Engel" könnte auf sie doch zutreffen.

Verheiratet, zwei erwachsene Kinder, kaufmännisch und sozial-pädagogisch ausgebildet, engagiert sie sich seit vielen Jahren in der Obdachlosenbetreuung Meißen e.V. Der gemeinnützige Verein betreut seit 1993 unter ihrer Leitung wohnungslose Bürgerinnen und Bürger aus Meißen, Coswig, Weinböhla und anderen umliegenden Gemeinden.

Ihre ganze Kraft widmen Sie, liebe Frau Kubera, der Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner des Heimes in Meißen Triebischtal. Es ist Ihnen besonders anzuerkennen, dass Sie sich um die Existenz eines Vereins mühen, der sich den Gestrauchelten unserer Gesellschaft widmet und vor dem sich die Augen der Öffentlichkeit nur allzu gern verschließen. Neben finanziellen bewältigen Sie ständig auch personelle und strukturelle Probleme.

In den vielen zurückliegenden Jahren Ihrer Tätigkeit setzten Sie sich mit Tatendrang unermüdlich, teilweise rund um die Uhr, für die Aufnahme und Betreuung Wohnungsloser ein. Ihrer Leidenschaft sei es verdankt, dass die Bewohner Halt, Heim, ja ein vorübergehendes Zuhause, finden.

Die Herzlichkeit Ihres Engagements, Ihre Fürsorge und selbstlose Bescheidenheit lassen vermuten, dass wir es wahrscheinlich wirklich mit einem "Engel" zu tun haben – einem "Engel für die Obdachlosen".

Herzlichen Dank!

Dr. Peter Matthé

Lampenfieber oder erhöhten Pulsschlag haben Sie in diesen Minuten nicht, lieber Dr. Peter Matthé. Sie sind hier zu Hause - auf der Bühne des Meißner Theaters. Wieder spielen Sie eine Hauptrolle - doch heute ohne eigenen Text. Ihr Blick verrät die Frage "Warum?" und "Weshalb?" und ist in diesem Moment nicht gespielt. Er ist echt.

Sie sind in Meißen in so vielfältiger Weise tätig, dass es Ihnen eher wie selbstverständlich, denn ehrenamtlich vorkommen mag. Nicht uns.

Ihre selbstverständliche Mitwirkung bei umfangreichen Ausstellungsvorbereitungen im Stadtmuseum, Archivrecherchen, Kataster-, Grafik- und Fotoarbeiten, Ihre aktive Mitarbeit in der Seniorenvertretung, Ihre Initiative zur Schaffung des Seniorenfernsehen, Ihre Mitbegründung des Fördervereins dieses Theaters mögen für Sie Bereicherungen des Alltags, weniger Arbeit sein. Für die Bürger der Stadt Meißen ist dies unverzichtbares Wirken. Das, lieber Dr. Matthé, ist Ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement für Meißen, für welches Sie hier geehrt werden.

Seit einem Jahrzehnt übernehmen Sie im Seniorentheater SENTHA Hauptrollen. In neun Inszenierungen mit knapp 100 Vorstellungen waren Sie bislang auf dieser Bühne präsent. Durch Ihren hohen Anspruch an die Auswahl und den Inhalt der Stücke, Ihre Kreativität und Ihr Ideenreichtum bei der Erarbeitung der Inszenierungen tragen Sie entscheidend dazu bei, dass SENTHA ein großes Publikum hat. Die Aufführung "Hamlet - Kampf der Generationen" - ein Gemeinschaftsprojekt der SENTHA und des Elitegymnasiums Sankt Afra - trägt Ihre Handschrift und ist preisgekrönt. Die SENTHA ist dank Ihnen, Dr. Matthé, regional und überregional ein vorbildliches Aushängeschild für die lebendige Kultur der Stadt Meißen.

Mit Ihrem ausgeprägten mitmenschlichen Engagement und Einfühlungsvermögen, mit Geist, Witz, Humor und Überzeugung schaffen Sie es, Menschen generationsübergreifend zu begeistern und mitzureißen.

Wir freuen uns, Ihnen den Ehrenamtspreis 2011 verleihen zu können.

Dietmar Heinrich

Dass Wein und Gesang untrennbar zueinander gehören, ist alte Weisheit. Dass aber auch Wein, Elbe und Sport nicht mehr von einander getrennt werden dürfen, das ist eine neue Erkenntnis. Danke für diese, sehr geehrter Dietmar Heinrich.

Sie, Herr Heinrich, sind der Geburtshelfer des bekannten "Elbtal-Weinlaufes" und treuer Vater dieser bundesweit beliebten und attraktiven Lauf- und Wanderveranstaltung. Sie halten alle Fäden der Organisation und Durchführung in der Hand. Ohne Sie gäbe es dieses Großereignis, Ihr jüngstes "Kind", nicht.

Den Kinderschuhen längst entwachsen sind "Ihr" Sparkassen-Cup und der Meißner Handicap-Lauf, deren Gründungsvater Sie ebenfalls sind. Unendlich viele Stunden investierten Sie in diese Veranstaltungen. Für den Handicap-Lauf engagieren Sie sich mittlerweile seit einem Vierteljahrhundert. Als Präsidiumsmitglied im Kreissportbund Meißen e.V. setzen Sie sich ehrenamtlich für Sport, Freizeit und Gesunderhaltung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einer ganzen Region ein.

Sie haben mit Ihrem Wirken Freizeitsportlern neue Herausforderungen und feste Ziele gesteckt. Sie selbst haben das Image der sportlich-traditionellen Stadt Meißen gestärkt. Sie zeigen, wie ehrenamtliches Engagement und ehrenamtliche Arbeit eine ganze Region prägen können. Ihr Einsatz hat schlussendlich Perspektiven eröffnet, die noch Jahrzehnte richtungsweisend sein werden.

Lieber Dietmar Heinrich, der Sport braucht - ebenso wie der Mensch - klare Ziele, gesunden Ehrgeiz, unbeugsamen Willen, Leistungs- und Leidensbereitschaft, Zielstrebigkeit, Ausdauer und Fleiß. All das vereinen Sie in sich.
Ihnen gebührt unser höchster Respekt. Die Bürgerschaft sagt Ihnen für Ihren sportlich-organisatorischen und Ihren großartigen menschlichen Einsatz für Meißen und die Region Danke.

Heinz Gleisberg

Ein französischer Staatsmann erklärte einst: "Mann muss die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten". Unter uns weilt ein Mann, der diese staatsmännische Anforderung erfüllt, wie kein anderer.

Ein Leben für Meißen, das ist die kurze aber prägnante Umschreibung für das Wirken dieses Mannes. Wenn wir einen Preis in der Kategorie "Lebenswerk" vergeben würden, so würde er ihm gelten: Heinz Gleisberg. Sie widmen Ihr Leben Meißen.

Sie, sehr geehrter Herr Gleisberg, erfüllen ein Ehrenamt ganz nach seinem ursprünglichen Sinn: Als Stadtrat zu Meißen bekleiden Sie seit einem dutzend Jahren ein ehrenvolles und freiwilliges öffentliches Amt - lassen sich zu diesem mit jeder Wahl neu verpflichten. Ihr Motiv ist das Bedürfnis nach gesellschaftlicher Mitgestaltung. Hierzu gehen Sie politische und soziale Verantwortung ein.

Ihr leidenschaftliches Anliegen ist Sport, Kultur und Soziales. Seit 1999 sind Sie ununterbrochen Mitglied im zuständigen Ausschuss. Als Ältester des Stadtrates zu Meißen haben Sie, Herr Gleisberg, sich kommunalpolitisch manches Mal für die gute Sache aufgerieben und um Entscheidungen gerungen. Gemeinsam mit Ihren Stadtratskollegen erzielten Sie fraktionsübergreifend große Erfolge für Meißen.

Mit Leidenschaft und Energie machen Sie sich um das Gemeinwohl, um die öffentlichen Belange, um Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger verdient. Sie beweisen große Initiativkraft und herausragendes Engagement. Sie setzen Marksteine gegen Gleichgültigkeit und für gutes Miteinander. Ihre langjährige Erfahrung hat Ihnen schlussendlich die wissende Gelassenheit und Überzeugungskraft gegeben, die wir neben Ihrem Fleiß und Ihrer Gewissenhaftigkeit hoch schätzen.

Ihr engagiertes und zielstrebiges Handeln wird für uns immer Vorbild sein. Für Ihren vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz für unsere Stadt verdienen Sie höchste Annerkennung und Dank.

Ihr Herz, lieber Heinz Gleisberg, schlägt für Meißen!

Bernhard Haasler

Alt werden ist so eine Sache. Manches ändert sich, manches geht nicht mehr und manches wird gebraucht. Und was gebraucht wird, kommt nicht von alleine. Da ist es gut, wenn es einen gibt wie Sie, sehr geehrter Bernhard Haasler.
Im Jahr 2011 blickte die Seniorenvertretung der Stadt Meißen auf eine zehnjährige erfolgreiche Tätigkeit zurück. Sie, Herr Haasler, gehören zu den Gründungsmitgliedern der Seniorenvertretung in Meißen. Als Stellvertretender Vorsitzender sind Sie aktiv, bringen sich mit Kreativität und Tatendrang ein, sind Motor und Vorbild für die Mitglieder. Dank Ihrer Mitarbeit in der Landesseniorenvertretung behalten Sie die seniorenpolitischen Entscheidungen des Freistaates im Blick und nehmen so frühzeitig Einfluss auf die Entscheidungsfindungen der Stadt.

Ihren Weitblick, Ihr fundiertes Wissen, Ihre Tatkraft und Ihr Engagement setzten Sie uneigennützig als Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund ein. Ihr Fachwissen stellten Sie den Bürgerinnen und Bürgern des gesamten Einzugsbereiches Mitteldeutschlands zur Verfügung.
Als ehrenamtlicher Kirchenrat der Kirchgemeinde St. Benno repräsentieren Sie Meißen im Bistum Dresden-Meißen, wirken seit Jahrzehnten im Vorstand der Kolpingfamilie der Pfarrgemeinde und des Bistums. Mit Ihrem vertrauensvollen Wesen schaffen Sie als Diakoniehelfer Brücken zwischen den Generationen.

Diese Auszeichnung, die wir Ihnen heute zu Teil werden lassen, möchten wir als ein städtisches Dankeschön, sozusagen ein Lächeln der Stadt Meißen, verstanden wissen. Eben ein solches Lächeln, wie Sie es uns immer schenken.

Dass Meißen eine so lebenswerte Stadt auch für Senioren ist, verdanken wir jedoch nicht ausschließlich Ihrem Lächeln, sondern in ganz erheblichem Maße Ihrer Beharrlichkeit und Tatkraft. Dafür gilt Ihnen, Herr Bernhard Haasler, unsere höchste Anerkennung, unser würdiger Dank und unser schönstes Lächeln.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

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