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Donnerstag, 12. September 2013

Stadtmuseum öffnet nach der Flut wieder seine Türen: Beginn der neuen Sonderausstellung "Gründung der Meißner Ofenfabrik Carl Teichert vor 150 Jahren"

Keramik
Am 12. September 2013 feierte das Stadtmuseum Meißen seine Wiedereröffnung nach der Flut. Gleichzeitig startete die zweite Sonderausstellung im Jahr der Keramikkompetenz „Gründung der Meißner Ofenfabrik von Carl Teichert vor 150 Jahren – Meißner Keramikkompetenz“. Sie ist bis zum 10. November im Stadtmuseum zu sehen.

Oberbürgermeister Olaf Raschke begrüßte die Gäste und dankte der Museumsleiterin Martina Fischer, ihren Mitarbeitern und allen Helfern und Spendern. Sie hätten, so der Oberbürgermeister, während des Hochwassers und danach Großes geleistet, um die wertvollen Exponate zu bewahren und die Ausstellung doch noch auf die Beine zu stellen.

Claus-Michael Zwiebel, Geschäftsführer der Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain e G stellte aus Anlass der Ausstellungseröffnung die von dem Unternehmen herausgegebene neue Sonderbriefmarke der Paketeria-Post vor. Die 50-Cent-Marken zeigen eine Kachel aus Carl Teicherts Ofenfabrik mit einer Abbildung des Meißner Burgbergensembles.  Die Marken sind in einer Auflage von insgesamt 10.000 Stück erschienen und künftig in allen Filialen der Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain eG erhältlich. Für die Restaurierung einer der abgebildeten Kacheln spendete die Volksbank außerdem 500 Euro.

Für das Museum gab es noch eine weitere gute Botschaft. Dr. Ulrike Ostermaier, Schulleiterin des Sächsischen Landesgymnasiums Hochbegabtenförderung St. Afra überbrachte gemeinsam mit Schülern den im Juni erlaufenen Erlös des 7. Meißner Spendenlaufes als Hochwasserspende. Diese kommt zu gleichen Teilen dem Stadtmuseum und dem Theater Meißen zugute. Den traditionellen Spendenlauf organisieren die Schüler des St. Afra Gymnasiums in Meißen in Eigenregie mit Unterstützung der Kirchgemeinde St. Afra und der Stadt Meißen. Ein weiterer Teil des jetzt gespendeten Geldes stammt aus anderen Projekten, wie der Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen.

Informationen zur Ausstellung

Das Meißner Stadtmuseum war vom Junihochwasser stark betroffen. Nun sind die ersten Trocknungs- und Sanierungsarbeiten beendet.

Die Ausstellung „Gründung der Meißner Ofenfabrik von Carl Teichert vor 150 Jahren – Meißner Keramikkompetenz“ sollte eigentlich bereits im Juni beginnen und zeigt bis zum 10. November Interessantes aus der Historie der großen Meißner Ofenfabriken. „Ich freue mich, dass wir die Ausstellung trotz des Zeitverzugs noch zeigen können und unseren Besuchern die außergewöhnlichen Zeugnisse aus der Geschichte der großen Meißner Ofen- und Keramikfabriken nicht vorenthalten müssen“, so Martina Fischer, Leiterin des Stadtmuseums.

Bereits 1863 errichtete der Töpfermeister Johann Friedrich Carl Teichert auf dem Neumarkt in Meißen die erste Ofenfabrik. Grundlage war eine Erfindung des Meißner Bossierers Gottfried Heinrich Melzer. Er war der Urheber der Meißner Patentkachel – einer haarrissfreien weißen Kachel in Porzellanoptik.  Damit ging Teicherts Fabrik erfolgreich in Serie.

Die Gründung war ein wichtiger Schub für die Industrialisierung der Stadt. Um 1900 arbeiteten im Meißner Stadtgebiet schon acht Ofenfabriken von unterschiedlicher Größe. Neben den vielfältigen und oft künstlerisch  anspruchsvollen Produkten der Fabriken zeigt die Ausstellung auch Meißner Töpferkunst aus verschiedenen Jahrhunderten. Darunter ist Keramik von um 1770, die erst 2011 bei Bauarbeiten im Haus Hahnemannsplatz 12 a am Neumarkt entdeckt und anschließend restauriert wurde.

Besonders schön anzusehen, sind die eleganten weißen Kachelöfen aus der Produktion der großen Ofenfabriken. Sie waren nicht nur Gebrauchsgegenstände sondern auch aufgrund ihrer detailreichen Gestaltung beliebt und wurden damals sogar nach Übersee verschifft. Ebenfalls Teil der Ausstellung sind Beispiele der erweiterten Produktpalette der Ofenindustrie, wie Porzellan, Fliesen oder Kleinplastiken.

Besucher erfahren in der Sonderschau zudem Wissenswertes aus dem Schaffen der heutigen Meißner Keramikbetriebe, wie in der Microceram GmbH, der Meissen Keramik GmbH oder Duravit.

Veranstaltungen

 25. September 18 Uhr

Karl B. Thomas/Zeuthen: „Keramische Vielfalt aus den Teichert-Werken“

 Öffnungszeiten

 Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

 Eintritt

 Erwachsene: 3 Euro, Ermäßigte: 2 Euro, Familien: 8 Euro

Mit freundlicher Unterstützung  vom "Kulturraum Meißen - Sächsische Schweiz – Osterzgebirge"


Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

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