Internationaler Museumstag im Stadtmuseum Meißen

Geschichte erleben, Eintritt sparen

Internationaler Museumstag ©Stadt MeißenInternationaler Museumstag ©Stadt Meißen

Weltweit wird am Sonntag, dem 15. Mai wieder der Internationale Museumstag begangen. Ziel ist es, die Museen und ihre Vielfalt in den Blickpunkt zu rücken und zu Entdeckungen einzuladen.

Das Stadtmuseum Meißen nutzt den Tag unter anderem, um auf einen besonderen Schatz in seinem Bestand  aufmerksam zu machen: das Monumentalgemälde „Confessio Augustana“. 11 Uhr lädt Museumsleiterin Linda Karohl-Kistmacher zu einer Werkbetrachtung der besonderen Art in der ständigen Ausstellung ein. Das 2013 restaurierte Bild zeigt den Reichstag zu Augsburg 1530 und das "Augsburger Bekenntnis", in dem die lutherischen Reichsstände sich vor dem Kaiser zu ihrem Glauben bekennen. Zum Museumstag erfahren die Gäste, wie sich zentrale Lehren des Reformators Martin Luther und die wichtigen Elemente des reformierten kirchlichen Lebens in dem Gemälde spiegeln und welche Verbindung es mit dem Meißner Reformationsprozess gibt.

Kalligraphie-Kurs

2022 jährt sich Luthers Übersetzung des Neuen Testaments zum 500. Mal. Ein Meilenstein, der ohne die sprachlichen Grundlagen des Meißner Kanzleideutsch nicht denkbar gewesen wäre. Zwischen 14 und 17 Uhr können die Besucherinnen und Besucher selbst in die Welt der alten Schriften und Schreibwerkzeuge eintauchen. Im Kalligrafie-Workshop mit Frank Niemann üben sie den Umgang mit Federkiel, Tinte und Büttenpapier und versuchen sich an Karolingischen Minuskeln, Frakturschrift, Lapidar-Antiqua und anderen historischen Schriftbildern. Erste, selbst gestaltete Ergebnisse und Anregungen für eigene Karten, Briefe oder Etiketten dürfen mit nach Hause genommen werden.

Meißner Zeitreisen

In der ständigen Ausstellung des Stadtmuseums lassen zahlreiche Exponate die Geschichte der ältesten sächsischen Stadt vom Mittelalter bis zur Industrialisierung lebendig werden. Das ehemalige Franziskanerkloster mit Teilen des Kreuzgangs ist selbst Exponat und erzählt von den prägenden Jahren vor und nach der Reformation.

Die aktuelle Sonderausstellung „Alltag. Aufschwung. Neuanfang – Meißen in den 1950er Jahren“ gewährt Einblicke in Alltag und Lebenswelt der Meißnerinnen und Meißner zwischen Währungsreform in der DDR 1948 und dem Mauerbau 1961. Produktgestaltungen, Fotografien, Gemälde, Spielzeug und Alltagsgegenstände machen ein Jahrzehnt Stadtgeschichte im Spannungsbogen von Kontinuität und Neuanfang anschaulich.

Termine im Überblick:

11 Uhr | Die »Confessio Augustana« ― Bekenntnisbild des lutherischen Glaubens. Bildgespräch in der ständigen Ausstellung, mit Linda Karohl-Kistmacher

14 – 17 Uhr | »Meißner Skriptorium« im Kreuzgang ― Kalligrafie-Workshop für Groß und Klein, mit Frank Niemann (Mügeln), 3 Euro p. P.
 

Ganztägig freier Eintritt im ganzen Haus!