Meißner Altstadt-Stelen weisen den Weg

Leitsystem zur besseren Auffindung von Geschäften, Restaurants und Dienstleistungsbetrieben

Presse 1 ©Stadt MeißenPresse 1 ©Stadt Meißen

Heute wurde in Meißen die erste Altstadt-Stele von Oberbürgermeister Olaf Raschke, Stadtmarketing-Chef Christian Friedel, dem Geschäftsführer der Meißener Stadtwerke Frank Schubert sowie Uwe Reichel, dem 1. Vorsitzenden des Gewerbevereins, vorgestellt. Besucherinnen und Besucher Meißens können sich durch diese sowie 12 weitere geplante Stelen künftig noch besser und direkt vor Ort über die vielen Boutiquen und Geschäfte, Restaurants, Weinstuben sowie Dienstleistungsbetriebe in den historischen Einkaufsstraßen der Porzellan- und Weinstadt informieren.

Auf einem Kartenausschnitt der jeweiligen Straße sind am exakten Standort kleine Schilder angebracht, auf denen der Name des dort ansässigen Betriebes zu lesen ist. Durch die austauschbaren Schilder kann bei einer Neueröffnung oder einer Geschäftsschließung schnell reagiert und die Stele auf den aktuellen Stand gebracht werden. Auch touristische und kulturelle Einrichtungen sind auf der Karte eingezeichnet und Interessierte können Wissenswertes zu den jeweiligen Straßenzügen erfahren.

„Die ´Altstadt-Stelen´ sind eine Art Leitsystem, welches es Einheimischen und Gästen ermöglicht, sich am Eingang vieler Geschäftsstraßen einen schnellen und unkomplizierten Überblick über die jeweiligen Läden, Restaurants und Dienstleistungsbetriebe zu verschaffen“, erklärt Oberbürgermeister Olaf Raschke.
Aufgestellt werden die modernen Wegweiser durch das Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur, mit Unterstützung des Gewerbevereins Meißen e.V. sowie der Meißener Stadtwerke GmbH.

Um die Stelen in das Ambiente der Meißner Altstadt zu integrieren, gingen der Herstellung intensive Abstimmungen mit der Denkmalschutzbehörde voraus. So wurde festgelegt, dass sich das Leitsystem sowohl farblich als auch durch das verwendete Material an die bestehende Altstadt-Möblierung, aber auch an die touristischen Stadtplantafeln anlehnen soll.

So werden in Kürze 13 anthrazitfarbene Stelen aus Stahl mit den Abmessungen 1,80 m x 40 cm an den Eingängen von Burgstraße, Elbstraße, Marktgasse, Fleischergasse, Theaterplatz, Gerbergasse, Neugasse, Görnische Gasse und Hahnemannplatz den Weg weisen. Die Erweiterung des Leitsystems in weitere Straßenzüge ist mittelfristig angedacht.

„Eine weitere Besonderheit der Stelen ist, dass die Informationen mittels zweier großer QR-Codes auch auf Englisch sowie für seheingeschränkte Gäste der Altstadt, Analphabeten und Kinder, die noch nicht lesen können, als Sound-Datei abrufbar sind“, führt Amtsleiter Christian Friedel aus.

MSW Geschäftsführer Frank Schubert sowie Gewerbeverein-Chef Uwe Reichel unterstreichen die Bedeutung des kleinteiligen, inhabergeführten Einzelhandels in Meißen, welcher mittlerweile zu einem wichtigen Alleinstellungsmerkmal der Stadt geworden ist. „Selbstverständlich sind auch die Stadtwerke und der Gewerbeverein mit im Boot, wenn durch Projekte wie die Altstadt-Stelen die Meißner Gewerbetreibenden unterstützt werden“, sind sich Schubert und Reichel einig.

Finanziert werden die "Altstadt-Stelen" aus der Städtebauförderung (Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz 2014 - 2022) sowie durch Mittel des Verfügungsfonds der Stadt Meißen

Hintergrund

Die sehr hohen Denkmalschutzauflagen in der Meißner Altstadt haben dazu geführt, dass die kleinteiligen Ladengeschäfte erhalten geblieben sind und nicht, wie in vielen anderen Städten, große Gewerbeflächen hinter historischen Fassaden entstanden.

Dies sowie die Vielzahl an unterschiedlichen Veranstaltungsformaten, gepaart mit einem intensiven Tourismus- und Stadtmarketing, zahlreichen Aktionen zur direkten Unterstützung der Gewerbetreibenden zur Bindung der Kaufkraft in der Stadt, dem Ideen- und Existenzgründerwettbewerb "Startschuss", einer Leerstandvermittlung für Gewerbeflächen sowie dem City-Management, haben dazu geführt, dass die Leerstandquote in den letzten Jahren drastisch reduziert werden konnte und Meißen zu einem Anlaufpunkt für Fans von kleinteiligem, inhabergeführtem Einzelhandel geworden ist.