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Stadtmuseum Meißen

Erstmals freiwillig! 175 Jahre Freiwillige Feuerwehr Meißen (1841 – 2016)

Sonderausstellung vom 2. Juli bis 31. Oktober 2016 im Stadtmuseum Meißen

Erstmals freiwillig!
Erstmals freiwillig! Sonderausstellung im Stadtmuseum Meißen

Als vor 175 Jahren in Meißen die erste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands gegründet wurde, hatte die Stadt bereits seit Jahrhunderten ein gut funktionierendes Löschwesen aufzuweisen, welches seine Leistungskraft z.B. beim Brand der Porzellan-Manufaktur 1773 unter Beweis gestellt hatte. In den 1820er Jahren war es allerdings in die Krise geraten. Inzwischen wurde das kommunale Löschwesen von einer Vielzahl an Vorschriften beherrscht. In einem Zwangsdienst war die erforderliche Disziplin beim Löschdienst wohl nicht länger gewährleistet! Der Löschdienst war 1830 der neugebildeten Kommunalgarde zugewiesen worden. Bei dem verheerenden Schadenfeuer des Jahres 1836 versagte sie allerdings kläglich. Deshalb schlug Stadtrat Goedsche 1839 vor, ein 80 Mann starkes, besoldetes Feuerlöschkorps, also eine Berufsfeuerwehr, zu bilden. Dagegen hatte der demokratisch gesinnte Bürgermeister Hugo Tzschucke (Abb.) 1840 eine Idee, die dem wachsenden kommunalpolitischen Engagement der Bürgerschaft besser entsprach:

Ein freiwilliges Feuerlösch- und Rettungskorps, welches als Avantgarde der Brandbekämpfung wirkte, weil es alle nötigen Handgriffe und Verrichtungen regelmäßig übte. Bis zum 17. Juli 1841 erhielt diese Initiative 132 Anmeldungen. An diesem Tag verpflichteten sich die Unterzeichner vor dem Rathaus per Handschlag zu Gehorsam und Pflichterfüllung im Einsatz und hielten sogleich die erste Übung ab.

Die Meißner Wehr fand für ihre Einsätze zunächst bei verschiedenen Brandversicherungskassen Anerkennung, entwickelte sich aber ab den 1860er Jahren nicht mehr kontinuierlich. Der Rat der Stadt führte 1861 für Männer von 20 bis 50 Jahren die Pflichtfeuerwehr ein, die bis 1873 währte. Doch 1864 griffen die Meißner Turner das Freiwilligkeitsprinzip wieder auf und initiierten eine freiwillige Turnerfeuerweh r, die als Steigerzug fungierte. Der technische Fortschritt der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkte sich auf den Meißner Brandschutz und die FFW Meißen aus. Als 1893 für die öffentliche Wasserversorgung ein Wasserleitungsnetz in Betrieb genommen wurde, stand dieses auch für die Löschwasserentnahme zur Verfügung. Als 1909 flächendeckend ein elektrisches Feuermeldesystem installiert wurde, stellte der Türmer, dem bisher die Aufgabe der Feuerwache und -meldung oblag, seine Arbeit ein. Einen weiteren großen Schritt stellte die Motorisierung dar: Meißen kaufte 1923 eine Opel-Automobilspritze. So gelangte nicht nur die Einsatztechnik schneller an den Brandort, sondern die motorbetriebene Spritze förderte größere Mengen Wasser mit größerem Druck.

 

Die Ausstellung zeigt neben der weiteren Entwicklung des Brandschutzes im 20. Jahrhundert historische Löschtechnik, Einsatzkleidung und originale FFW-Fahrzeuge sowie Modelle im Maßstab 1:87. Dazu arbeitete das Stadtmuseum mit zahlreichen Leihgebern wie den Technischen Sammlungen Dresden, dem Sächsischen Feuerwehrmuseum Zeithain, dem Stadtarchiv Meißen, der Freiwilligen Feuerwehr Meißen und dem Numismatischen Verein Dresden sowie Privatpersonen zusammen.

 

Führungen durch die Sonderausstellung finden am 17.08., 07.09. und 19.10. jeweils 18 Uhr statt.

Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Ermäßigte 2 Euro, Familienkarte 8 Euro

Das Stadtmuseum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis18 Uhr sowie am 3. und 31.Oktober geöffnet.

 

Franziskanerklosterkirche

Stadtmuseum in der ehem. Franziskanerklosterkirche

Heinrichsplatz 3

Tel. +49 (0) 3521 458857

Ausstellungen/Veranstaltungen/Führungen:

  • Ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte "Meißen als Wiege Sachsens"
  • im Kreuzgang "Grabplatten aus fünf Jahrhunderten"
  • Sonderausstellungen und traditionelle Weihnachtsausstellung
  • museumspädagogische Angebote
  • Dauerausstellung: "Meißens Kleinstadtidylle zu Ludwig Richters Zeiten", Interieur und Malerei der Biedermeierzeit
  • Führungen nach Anmeldung

Zu sehen sind überdies einzigartige Exponate wie Deutschlands größte handradbetriebene Weinpresse von 1788, das letztes Elbefischerboot Typ "Schluppe" oder großformatige Originalkartons zur Nibelungensage von Julius Schnorr von Carolsfeld.

> Geschichte des Hauses

Öffnungszeiten:
Di - So  10 - 18 Uhr
25./26.12. und 01.01.  14 - 18 Uhr
24./31.12. geschlossen

Eintrittspreise:
3,00 € Erwachsene; 2,00 € Ermäßigte;
8,00 € Familienkarte; 1,00 € Sozialpass-Inhaber
Gruppen ab 10 Personen, pro Person 2,00 €

Verwaltung
Rote Schule, Schulplatz 5

Tel. +49 (0) 3521 467332
Fax. +49 (0) 3521 467321
E-Mail

Schaudepot mit reizvollen Raritäten

Rote Schule (Foto: G. Patzig)

Schulplatz 5
Tel. +49 (0) 3521 467332

Führungen:
Persönliche Führungen durch zwanzig neu eingerichtete Schaudepots mit ca. 100.000 Museumsobjekten als Schätze der Stadt Meißen.

> Geschichte der Roten Schule

Öffnungszeiten:
Jeden ersten Dienstag im Monat 16 Uhr öffentliche Führung mit Voranmeldung. Andere Termine nach Vereinbarung.

Eintrittspreis:
5,00 € pro Person

Kontakt

Stadtmuseum Meißen, Heinrichsplatz 3, 01662 Meißen

Museumsleiterin:

Martina Fischer
Schulplatz 5
01662 Meißen

+49 (0) 3521 467332

+49 (0) 3521 458857 (Museumskasse Franziskanerklosterkirche)

+49 (0) 3521 467321

E-Mail

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr


Veranstaltungen

Samstag, 3. September, 10.30 Uhr:

Der Aussteller und Modellbauer Egon Frauendorf aus Bad Lausick stellt Feuerwehrfahrzeugmodelle im Maßstab 1:87 in Aktion vor: Feuerwache des Modellherstellers Faller mit Funktionen, Geräuschen, Licht und Rauch, des Weiteren DC Car DDR-Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht und auf Abstand fahrend sowie Feuerwehrfahrzeuge von Wiking, ferngesteuert.

 

Jeden ersten Dienstag im Monat findet zudem eine Führung durch die zwanzig Schaudepoträume des Stadtmuseums statt (5 Euro / Pers.). Sondertermine sind nach Absprache möglich. Ort: Rote Schule.