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Mittwoch, 17. Februar 2021

Bewerbung als Unesco-Projektschule - Arita-Grundschule baut ihr Schulprofil aus

Blick auf Schulgebäude
Nicht nur der Name ist international – auch im Schulalltag soll das interkulturelle Lernen eine besondere Rolle spielen. Deshalb hat sich die 2019 neu eröffnete Arita-Grundschule um die Aufnahme als Unesco-Projektschule beworben. Ein langwieriger aber lohnender Prozess, wie Schulleiter Patrice Hübsch betont. 

„Durch die vielfältigen Projektinhalte und Themen, die unsere Bewerbung begleiten werden, profitieren die Schüler genauso wie die Lehrer.“ 

Der Bewerbungsprozess verläuft in drei Stufen: zunächst wird man als interessierte Schule Mitglied im Netzwerk auf Länderebene, dann als mitarbeitende Schule auf Bundesebene und schließlich zur anerkannten Unesco-Projektschule. Auf jeder Stufe muss eine Schule mindestens zwei Jahre aktiv mitarbeiten, bevor sie einen Antrag für die nächste Stufe stellen kann. Ziel ist es, an der jeweiligen Schule eine Kultur des Friedens und der nachhaltigen Entwicklung zu etablieren. Fundament hierfür sind bestimmte global gültige Themenbereiche, von denen sich jede Bewerberschule mindestens drei aussuchen sollte.

 

Die Arita-Grundschule hat die Themen Menschenrechts- und Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, interkulturelles Lernen und Unesco-Welterbebildung gewählt. Patrice Hübsch und seine Kolleginnen in Schule und Hort haben für die Bewerbung Vorschläge erarbeitet, wie diese Schwerpunkte ins Schulleben einfließen könnten. Geplant sind etwa Formate, in denen bereits die jüngsten Schüler lernen, an wichtigen Entscheidungen teilzuhaben und Konflikte friedlich zu lösen, wie Kinderkonferenzen oder ein Schülerparlament. Das Thema nachhaltige Entwicklung rückt dagegen beim gemeinsamen Anlegen einer Blühwiese und anhand weiterer praktischer Beispiele im Sach- und Werkunterricht in den Mittelpunkt. „Besonderes Augenmerk soll an der Arita-Grundschule künftig auf dem interkulturellen Lernen und einem vielfältigen Miteinander liegen“, so der Schulleiter. Dazu will man eine Partnerschaft mit einer Schule in Arita aufnehmen und gemeinsame Projekte umsetzen. Vielfalt und Empathie werden aber auch darüber hinaus im Schulalltag immer wieder eine Rolle spielen.

 

Wer Unesco-Schule werden möchte, muss sich natürlich auch mit dem Welterbe auskennen. Um die Schülerinnen und Schüler hier zu echten Experten zu machen, ist unter anderem eine Klassenfahrt in die Welterbe Montanregion Erzgebirge geplant. Das immaterielle Weltkulturerbe, wie die Porzellanmalerei, Blaudruck oder Märchenerzählen, wird in Unterricht, Hort und Ganztagsangeboten auf dem Plan stehen. Vielleicht rückt dieses Thema für die Kinder aber auch bald noch näher, schließlich will ihre Heimatstadt Meißen selbst Unesco-Weltkulturerbe werden.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

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