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Donnerstag, 1. Februar 2018

Trauer um Steffen Wackwitz

Wacki
Die Stadt Meißen trauert um ihren langjährigen Baudezernenten Steffen Wackwitz. Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod am 30. Januar 2018 hinterließ uns traurig und bestürzt. In Steffen Wackwitz verloren wir eine außergewöhnliche Persönlichkeit, einen aufrichtigen und herzlichen Mitarbeiter, Kollegen und Freund. Sein engagiertes Wirken zum Wohle Meißens spiegelt sich im liebevoll sanierten Gesamtensemble der Altstadt ebenso wie in neuen Schul- und Hortgebäuden, Kindertagesstätten, Straßen und Plätzen. 

Geboren und aufgewachsen in Meißen, lernte Steffen Wackwitz nach der Schule in Dresden den Beruf des Bauzeichners, studierte später Bauingenieurwesen in Cottbus. 1990 begann seine Laufbahn in Meißen. In seiner Heimatstadt wollte er die dringend notwendige Rettung des historischen Bauensembles mit anpacken – angesichts der grauen, verfallenden Fassaden damals eine nahezu unmöglich scheinende Aufgabe, für die sein Wagemut und seine Begeisterung genau zur richtigen Zeit kamen.

 

Während seiner über 25-jährigen Dienstzeit hat Steffen Wackwitz als Leiter des Bauverwaltungsamtes und später als Baudezernent die Stadtentwicklung- und Sanierung wie kaum ein anderer mit gestaltet und vorangebracht. Um die Sanierung der historischen Altstadt hat er sich ebenso verdient gemacht wie um die Konzeption der städtebaulichen Erneuerung in Niederfähre/Vorbrücke und Cölln und die Maßnahmen im Zuge des Stadtumbaus Ost. Heute ist der Stadtkern mit seinen farbigen Fassaden wieder das Zentrum städtischen Lebens und lockt jedes Jahr tausende Touristen aus aller Welt an. Neumarkt, Hahnemannsplatz und Rossmarkt bilden ein attraktives Tor zur Altstadt, der neugestaltete Kleinmarkt lädt zum Verweilen ein.

Auch die anderen Sanierungs- und Fördergebiete blühten dank seiner engagierten Arbeit auf, Industriebrachen verschwanden, es entstanden neue Orte des städtischen Miteinanders zum Treffen, Spielen, Arbeiten und Lernen. Die Umgestaltung am Robert-Koch-Platz und an der Zaschendorfer Straße, der Ausbau und die Modernisierung des städtischen Gymnasiums Franziskaneum, die Erweiterung des Hortes an der Johannesschule, die neuen Sportanlagen am Heiligen Grund, der Ausbau des Personennahverkehrs und viele weitere Entwicklungen hat Steffen Wackwitz angestoßen und begleitet. Neben all dem galt es, die Folgen und Rückschläge nach zwei Jahrhunderthochwassern zu bewältigen, die heute auch dank ihm für Außenstehende kaum mehr spürbar sind.

Vieles, dem er den Weg geebnet hat – die Sanierung der Neugasse, die weitere Entwicklung der westlichen Altstadt und der Triebischvorstadt oder die wachsenden Eigenheimstandorte – wird er nun nicht mehr vollendet sehen.

Bei seinen Mitarbeitern und Kollegen war er mit seiner fröhlichen und unaufgeregten Art ebenso beliebt und geschätzt wie als kompetenter Vertreter Meißens in der Arbeitsgemeinschaft historische Städte, in unserer Partnerstadt Fellbach und bei allen, die im Laufe der Jahre mit ihm zusammenarbeiten durften.

Steffen Wackwitz wurde nur 56 Jahre alt. Unser tief empfundenes Beileid gilt seiner Frau, seinen zwei Töchtern und zwei Enkelkindern.

Seine Arbeit prägte das Antlitz unserer Stadt Meißen und sein Andenken wird für immer im Stadtbild weiterleben.

Ein Kondolenzbuch liegt bis zur Trauerfeier im städtischen Bauamt, Leipziger Straße 10, erstes Obergeschoß aus.

In Dankbarkeit

Olaf Raschke
Oberbürgermeister

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 106 

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