Lärmaktionsplan

Zum Schutz des menschlichen Organismus und zur Minimierung der Kosten, welche der Volkswirtschaft indirekt durch Ausgaben im Gesundheitswesen entstehen, wurde mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie (Richtlinie 2002/49/EG) durch das Europäische Parlament ein europaweit einheitliches Konzept aufgestellt, um den Umgebungslärm und somit seine schädlichen Folgen zu verringern bzw. ganz zu vermeiden. Diese EU-Richtlinie wurde im Bundesimmissionsschutzgesetz (§§ 47 a-f) und der „Verordnung über die Lärmkartierung“ (34. BImSchV) verankert. Daraus ergibt sich eine Verpflichtung für die Kommunen zur Lärmkartierung solcher Hauptverkehrsstraßen, die eine vorgegebene Mindestverkehrsmenge aufweisen. Die Kartierung und Aufstellung/Fortschreibung hat in einem fünfjährigen Turnus zu erfolgen.

Die Lärmkartierung im Landkreis Meißen erfolgt zentral durch die Landkreisverwaltung. Auf Basis der so ermittelten Daten werden unter Einbeziehung vorhandener Planungen Lärm- und Konfliktsituationen analysiert. Anschließend werden daraus Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung abgeleitet, in ein Realisierungskonzept überführt und in ihrer Umsetzungsdringlichkeit priorisiert. Dieser Prozess mündet in den Entwurf eines Lärmaktionsplanes, welcher sodann im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung der breiten Bevölkerung zur Einsicht und Stellungnahme bekannt gegeben wird. Unter Berücksichtigung und Abwägung der eingegangenen Anmerkungen wird der Lärmaktionsplan finalisiert und vom Stadtrat beschlossen.

Lärmaktionsplan der Stadt Meißen
Den Lärmaktionsplan der Stadt Meißen in der aktuell gültigen Fassung vom 15.05.2019 können Sie über den grünen Button einsehen
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Unter dem Dach des Verkehrsentwicklungskonzeptes werden vor allem die Bereiche Fußverkehr, Radverkehr und Elektromobilität in Meißen in den Fokus genommen. Die Methodik reicht dabei von der Teilnahme an interkommunalen Arbeitsgemeinschaften bis zur Erstellung von Schwerpunktkonzepten. Im Nachfolgenden sind die laufenden Projekte für jeden Bereich ausführlicher dargestellt.

 

Radverkehr

Der Radverkehr in Meißen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Anteil der radfahrenden Verkehrsteilnehmer nimmt seit 2013 moderat, aber stetig zu. Dieser Entwicklung Rechnung trägt die Stadt Meißen in ihrer Verkehrsplanung Rechnung.

Auf Antrag der Fraktion Freie Bürger/SPD/Grüne (Antrag-Nr. A32/16) beschloss der Stadtrat am 03.11.2016 die Einrichtung eines Arbeitskreises Radverkehr (Beschluss-Nr.16/6/217). Dieser erarbeitet Vorschläge zur Verbesserung von Verkehrssicherheit sowie Attraktivität des Radverkehrs und begleitet die Umsetzung bestehender Radverkehrskonzeptionen. Die Sitzungen des Arbeitskreises sind öffentlich, alle Interessierten können gern teilnehmen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Gleichzeitig ist die Stadt Meißen Mitglied im wegebund (ehemals Rad.SN), einer Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommune zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs. Dadurch wird zum einen der Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen befördert. Zum anderen versteht sich der wegebund als Schnittstelle zum Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie anderen Organisationen und Verbänden, sodass eine breite Vernetzung erreicht wird. Mehr zum wegebund und seinen Projekten erfahren Sie auf dessen Homepage.

Zur Erhöhung der Attraktivität, Qualität und Sicherheit für den Radverkehr wird die Stadt Meißen im Jahr 2024 eine Radverkehrskonzeption erarbeiten. Unter Beteiligung der Öffentlichkeit wird dabei eine Bestandserfassung und -bewertung vorgenommen, Leitbilder und Ziele definiert sowie konkrete Einzelmaßnahmen abgeleitet. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Fußverkehr

Meißen wird als eine von fünf Modellkommunen bei der Entwicklung einer Fußverkehrsstrategie vom Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. unterstützt. Das Projekt mit dem Titel „Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr“ soll dazu beitragen, die Sicherheit und Attraktivität des zu Fuß Gehens zu erhöhen.

Die teilnehmenden Stadtverwaltungen erhalten dafür im Rahmen des Projektes entsprechende Maßnahmen und Empfehlungen. Ausgewählt wurden neben Meißen auch Braunschweig, Erfurt, Flensburg und Wiesbaden.

Bis Anfang 2023 wird es in jeder der fünf Städte strategische Gespräche mit der Stadtverwaltung, einen Workshop, einen Fußverkehrs-Check, eine Aktion auf der Straße und eine Begehung mit der Kommunalpolitik – ein so bezeichnetes „Parteiengespräch auf dem Gehweg“ – geben. Zudem werden engagierte Bürgerinnen und Bürger für ihren Stadtteil gesucht, so genannte „Quartiers-Geherinnen und -Geher“, die vom Fachverband Fußverkehr unter anderem eine Schulung für einen Fußverkehrs-Check erhalten. Sie sollen zum Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung werden und ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern vermitteln, wie sie mit entsprechenden Materialien und Kenntnissen die Kommunalverwaltung bei der Fußverkehrsförderung unterstützen können.

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und vom Umweltbundesamt gefördert. Im Vorfeld hatten sich bundesweit 30 Städte beim FUSS e.V. um die Teilnahme an dem Projekt als Modellstadt beworben.

Informationen zum Projekt finden Sie auf: www.fussverkehrsstrategie.de

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Patrick Riskowsky (Projektleiter)
Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.
fvs@fuss-ev.de
Tel. 030 492 74 73 (Mo.-Fr. 9-15 Uhr, mit AB)

Elektromobilität

Die Stadt Meißen sieht sich mit den vielseitigen Wünschen aus der Bürgerschaft und Politik sowie den Anforderungen der Elektromobilität konfrontiert. Die Thematik wird im aktuellen INSEK als defizitär erkannt und mit Handlungsstrategien unterlegt. Zusätzlich soll ein Elektromobilitätskonzept als eigenständiges verkehrsplanerisches Instrument erarbeitet werden, welches sich im Konkreten mit der Thematik Elektromobilität oder den neuartigen Mobilitätsformen auseinandersetzt.

Im Rahmen der Konzepterarbeitung wurden die wesentlichen Anforderungen der Großen Kreisstadt Meißen hinsichtlich (Elektro-)Mobilität identifiziert und herausgearbeitet. Dabei ist auf Basis von Bestands- und Potentialanalysen ein integrierter Handlungs- und Strategierahmen geschaffen worden, welcher dem prognostizierten Markthochlauf der Elektromobilität gerecht wird und u. a. die Relevanz und Prognose der Elektromobilität, die Anforderungen und Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur, die Potentiale von Elektrofahrzeugen im Fuhrpark und Integration alternativer Mobilitätsangebote aufzeigt. Das Konzept wird nach Fertigstellung hier zur Verfügung gestellt.

Für die Erstellung eines Elektromobilitätskonzeptes für die Große Kreisstadt Meißen wird eine Zuwendung in Höhe von 40.160 EUR aus der Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gewährt.

Lärmaktionsplan

Zum Schutz des menschlichen Organismus und zur Minimierung der Kosten, welche der Volkswirtschaft indirekt durch Ausgaben im Gesundheitswesen entstehen, wurde mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie (Richtlinie 2002/49/EG) durch das Europäische Parlament ein europaweit einheitliches Konzept aufgestellt, um den Umgebungslärm und somit seine schädlichen Folgen zu verringern bzw. ganz zu vermeiden. Diese EU-Richtlinie wurde im Bundesimmissionsschutzgesetz (§§ 47 a-f) und der „Verordnung über die Lärmkartierung“ (34. BImSchV) verankert. Daraus ergibt sich eine Verpflichtung für die Kommunen zur Lärmkartierung solcher Hauptverkehrsstraßen, die eine vorgegebene Mindestverkehrsmenge aufweisen. Die Kartierung und Aufstellung/Fortschreibung hat in einem fünfjährigen Turnus zu erfolgen.

Die Lärmkartierung im Landkreis Meißen erfolgt zentral durch die Landkreisverwaltung. Auf Basis der so ermittelten Daten werden unter Einbeziehung vorhandener Planungen Lärm- und Konfliktsituationen analysiert. Anschließend werden daraus Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung abgeleitet, in ein Realisierungskonzept überführt und in ihrer Umsetzungsdringlichkeit priorisiert. Dieser Prozess mündet in den Entwurf eines Lärmaktionsplanes, welcher sodann im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung der breiten Bevölkerung zur Einsicht und Stellungnahme bekannt gegeben wird. Unter Berücksichtigung und Abwägung der eingegangenen Anmerkungen wird der Lärmaktionsplan finalisiert und vom Stadtrat beschlossen.

Lärmaktionsplan der Stadt Meißen
Den Lärmaktionsplan der Stadt Meißen in der aktuell gültigen Fassung vom 15.05.2019 können Sie über den grünen Button einsehen
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Steffen Ehrhardt
Steffen Ehrhardt
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