Städtepartnerschaften

Kurzportrait

  • Land: Japan
  • Insel: Kyūshū
  • Präfektur (Landkreis): Saga
  • Fläche: 65,80 km²
  • Einwohner: 20.157 (2015)
  • Bevölkerungsdichte: 306 Einwohner je km²
  • Webpräsenz: www.town.arita.lg.jp
  • Bürgermeister: Yoshiaki Matsuo

Kultur & Sehenswürdigkeiten

  • Arita-Porzellan-Park, u. a mit Nachbau des Dresdner Zwingers, Ausstellung europäisches Porzellan, Imitationen typischer europäischer Gebäude
  • Izumiyama Kaolin Steinbruch
  • Kakiemon Brennöfen
  • Gedenkschrein Ri Sampeis’, Entdecker des Kaolins in Arita
  • Glockenspiel aus Meissener Porzellan® vor dem Keramikmuseum
Deutsch-Japanische Städtepartnerschaft im Porträt: Meißen & Arita

Städtepartnerschaften sind ein wichtiger Pfeiler für die interkulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zweier Städte und Nationen. Japandigest stellt im Artikel vom 06.07.2021 die Hintergründe und Ergebnisse deutsch-japanischer Städtefreundschaften vor. 

Städtepartnerschaftsaktivitäten

Kunstvolle Verzierung aus Arita endlich komplett

Pünktlich zum 43. Jahrestag der Partnerschaft zwischen Meißen und Arita in Japan am heutigen 9. Februar 2022 ist es soweit: Die beiden letzten noch fehlenden Fliesen aus dem berühmten Arita-Porzellan vervollständigen die Porzellantäfelung im Durchgang vom Kleinmarkt zum Schulplatz.

Sie wurden gemeinsam mit der Freundschaftsgesellschaft Meißen-Arita erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Ursprünglich entstand das Kunstwerk 2004. Die bunten Kacheln mit typischen Motiven waren ein Präsent der Partnerstadt anlässlich der 1075-Jahr-Feier und der damals seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft. Jede stammt aus einer anderen Manufaktur und repräsentiert deren ganz spezielle Technik.

Feierlich eröffnet wurde die Wand im Rahmen des Weinfestes 2004 als eine der ersten Amtshandlungen des neu gewählten Oberbürgermeisters Olaf Raschke mit einer 83-köpfigen Delegation aus Arita. Neben dem damaligen Bürgermeister der Stadt, Keniichi Shinohara, waren auch einige der beteiligten Porzellanfabrikanten aus Arita angereist.

Die beiden nun angebrachten Fliesen funktionieren als Legende zu dem bestehenden Mosaik. Hier finden sich die passenden Erläuterungen zu den Bildern. Wer auf seinem Weg durch die Stadt kurz innehält, der kann also künftig die Titel und die jeweilige Porzellanmanufaktur nachlesen, aus der die einzelnen Stücke stammen.

Hergestellt hat die zwei neuen Kacheln die Fabrik Iwao in Arita. Sie ist sonst eher auf die industrielle Herstellung von Porzellanplatten und Porzellanfliesen spezialisiert. Iwao hat allerdings bereits für den Arita Salon im Bilderberg Hotel Dresden eine verzierte Porzellanplatte zur Verfügung gestellt, als aus Arita insgesamt neun Exponate von verschiedenen Porzellanfirmen an das Hotel übergeben wurden.

Konichiwa Japan!

Arita-Grundschule feiert ihr Namensfest mit einem bunten Programm

In der mit vielen Fähnchen und Kranichen geschmückten Turnhalle herrscht ein aufgeregtes Raunen – nicht nur Kinder und Eltern sind heute gekommen, auch Gäste in bunten Gewändern, der Oberbürgermeister und sogar ein Besucher aus Japan haben sich unter das Publikum gemischt. Viele Kinder tragen Kirschblüten oder Stirnbänder mit japanischen Schriftzeichen. Auf der Bühne steht eine große Holzkiste. Was wohl darin sein mag?

Dann geht es los. Schulleiter Patrice Hübsch erzählt, dass die 2019 gegründete Schule zuerst vierte Grundschule hieß. Im September 2020 bekam sie dann den Namen Arita-Grundschule. Eine Feier war aber wegen der damals geltenden Schutzmaßnahmen nicht möglich. Heute soll dafür groß gefeiert werden und es gibt einige tolle Überraschungen. Erst einmal berichtet der Oberbürgermeister, wie alles angefangen hat mit der Freundschaft zu Arita. Die beiden Porzellanstädte sind schon seit 1979 Städtepartner. Seit dem gab es viele Besuche und persönliche Treffen. Außerdem heißt die Straße, auf der die neue Grundschule steht Aritaring.

Als nächstes kündigt Patrice Hübsch ein besonderes Geburtstagsständchen an: Eine Videobotschaft von den Kindern der Arita Primary School. Sie haben mit japanischen Harfen und Flöten tolle Musikstücke eingespielt – neben der Ode an die Freude ist auch ihre eigene Schulhymne zu hören. Als die letzten Töne verklungen sind gibt es großen Applaus. Nun wird es in der großen Turnhalle ganz still. Einer der Gäste in bunten Gewändern kommt auf die Bühne, es ist Kay Leonhardt von der Freundschaftsgesellschaft Meißen-Arita. Er liest einen Brief von Bürgermeister Yoshiaki Matsuo aus Arita vor. Zusammen mit dem Brief ist die Holzkiste gekommen. Die Kinder raten, welches Geschenk sich darin verstecken könnte: Lego, Süßigkeiten oder nicht etwa lebende Tiere?

Kay Leonhardt lüftet das Geheimnis zusammen mit dem Besuch aus Japan, der eigentlich der japanische Botschaftssekretär Kenichi Nakamura aus Berlin ist: Es ist ein wertvoller Schmuckteller aus der berühmten Kakiemon-Manufaktur in Arita. Den bewacht der Schulleiter bei der anschließenden Kampfsportvorführung persönlich. Bei aller Ehrfurcht vor der zerbrechlichen Porzellankunst: Für die Mädchen und Jungen ist schließlich doch das Nachmittagsprogramm spannender, das die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Hortpädagogen und dem Förderverein der Arita-Grundschule für sie auf die Beine gestellt haben. Es dürfen leckere Kuchen und Würstchen probiert, das Essen mit Stäbchen getestet, gemalt, Lampions gebastelt und Aikido geübt werden.

Der Tag endet mit einem Lampionumzug und fast meint man, ein bisschen Kirschblütenduft weht noch durch die Meißner Herbstluft, als die Kinder mit ihren bunten Lichtern durch Bohnitzsch laufen..

40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Meißen und Arita

Oberbürgermeister auf Freundschaftsbesuch in Japan

Aus Anlass des 40-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums zwischen Meißen und Arita weilte Oberbürgermeister Olaf Raschke vom 17. bis 24. November zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Freundschaftsgesellschaft in Japan.

Neben zwei Übernachtungen in Kobe und einer Übernachtung in Hiroshima standen vier Tage in der Partnerstadt auf dem Programm. Die achtköpfige Besuchergruppe aus Meißen traf sich unter anderem mit Bürgermeister Yoshiaki Matsuo sowie dem Leiter des Stadtparlaments Fuminori Matsuo. Es wurden intensive Gespräche über die Entwicklungen in der Stadt geführt, ebenso über die Zukunft der Städtepartnerschaft. Der Vertreter der in Arita ansässigen Freundschaftsgesellschaft, Herr Tetzuka, berichtete der Delegation über den kürzlich stattgefundenen Jugendaustausch der Freundschaftsgesellschaften und den geplanten Gegenbesuch im Frühling 2020. Darüber hinaus statteten die Meißner dem bekannten Porzellanhersteller „Kakiemon“ in Arita einen Informationsbesuch ab. Kultureller Höhepunkt des Besuchs in Arita war die Teilnahme am jährlich im November stattfindenden Porzellanfest.

Bereits zum Neujahrsempfang der Stadt Meißen im Januar 2019 waren neben Aritas Bürgermeister Matsuo weitere Vertreter der Partnerstadt in Meißen und läuteten damit das Jubiläumsjahr ein. Zudem konnte eine 30-köpfige Delegation aus der Partnerstadt zum diesjährigen Weinfest begrüßt werden. Im Theater, dass sich an zwei Tagen in die „Arita-Galerie“ verwandelte, konnten Besucher Sake probieren, an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen und viele Interessante Dinge über die Freunde aus dem tausende Kilometer entfernten Land erfahren.

Mit dem bereits länger geplanten Besuch reagierte Oberbürgermeister Olaf Raschke auch auf die zum Neujahrsempfang persönlich überbrachte Einladung seines japanischen Amtskollegen, darüber hinaus bildet dieser Gegenbesuch den würdevollen Abschluss des Festjahres. Die Städtepartnerschaftsurkunde wurde am 9. Februar 1979 unterzeichnet.

Zu Gast bei Freunden

Meißen-Delegation besucht Partnerstadt Arita

Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke und zahlreiche Stadträte sind derzeit in Meißens japanischer Partnerstadt Arita unterwegs. Anlass des Besuches der Meißen-Delegation sind die Feierlichkeiten zum Jubiläum „400 Jahre Porzellanherstellung in Arita“.

Eckpunkte der neuntägigen Reise sind unter anderem ein Besuch beim Bürgermeister der Stadt Arita Takatoshi Yamaguchi sowie beim Vize-Gouverneur der Präfektur Saga Hideo Ikeda, die Teilnahme an der Parade des traditionellen Sarayama-Festes und ein Besuch der Kakiemon-Manufaktur, der traditionsreichsten und ältesten Porzellan-Manufaktur Japans.

Neben zahlreichen Gesprächen und intensivem Austausch mit unseren Freunden in Arita stehen auch ein paar touristische Punkte auf dem Programm, z. B.. ein Besuch des Shiiba Sansou-Onsen (heiße Quellen) oder die Besichtigung des „Kyushu Keramik Museums“.

Die Städtepartnerschaft zwischen Meißen und Arita wurde 1979 besiegelt. Seit der Wende gibt es einen Jugendaustausch. Arita, eine Stadt mit einer 400 Jahre alten Töpfertradition, ist geprägt durch seine Porzellangeschichte.

 ©Claudia Hübschmann
Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters
Laura Schmuck
Besucheranschrift
Markt 1, 01662 Meißen

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