Städtepartnerschaft

Kurzporträt

  • Land: Tschechien
  • Region: Ústecký kraj
  • Bezirk: Litoměřice
  • Fläche: 18 km2
  • Einwohner: 23.623 (2021)
  • Webpräsenz: www.litomerice.cz
  • Bürgermeister: Ladislav Chlupáč 

Kultur & Sehenswürdigkeiten

  • St. Stephansdom auf dem Domhügel
  • Kelchhaus mit dem Hussitenkelch auf dem Dach
  • Rathaus im Renaissancestil
  • Schwarze Adler und das Broggio-Haus
  • Jesuitenkirche (Kunstgalerie)
  • Stadtturm (ältestes Bauwerk) mit der Stadtkirche Allerheiligen
Städtepartnerschaftsaktivitäten

Zusammenhalt über Grenzen hinweg

Meißen feiert 2021 drei Städtepartnerschaftsjubiläen

Hoffnung und Vorfreude – in diesem Jahr sind sie besonders wichtig. Gleichzeitig hilft der Gedanke an gemeinsame Traditionen und Erlebnisse auch in schwierigen Zeiten. Wir feiern in diesem Jahr drei Städtepartnerschaftsjubiläen mit Leitmeritz (25 Jahre), Korfu (25 Jahre) und Provo (20 Jahre) und haben in den Städten nachgefragt, was sie mit Meißen verbindet und wie sie die aktuelle Situation meistern. Den Anfang macht Leitmeritz in unserem Nachbarland Tschechien mit Oberbürgermeister Ladislav Chlupáč:

Was bedeutet diese Partnerschaft für Sie, wenn Sie auf die letzten 25 Jahre zurückblicken?

Es gibt nur wenige Freundschaften, die 25 Jahre dauern. Was das angeht, schätze ich auch die Arbeit meiner Vorgänger sehr. Die Partnerschaft mit Meißen ist im Vergleich zu unseren anderen Partnerschaften die älteste und lebendigste. Der Grund ist die kurze Entfernung beider Städte aber auch die historischen Ähnlichkeiten, gute Kommunikationsmöglichkeiten und nicht zuletzt die Weintraditionen.

Ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeit und es ist nicht einfach, alle Ereignisse, Veranstaltungen und Treffen aufzählen. Es ist uns gelungen, Kontakte zwischen Schulen, Kulturinstitutionen und Vereinen herzustellen. Das Ergebnis sind eine ganze Reihe von Ausstellungen, Sportwettbewerben, Studentenaustauschprogrammen und vieles mehr. Die Auswirkungen auf den Tourismus sind ebenfalls positiv. Jedes Jahr kommen immer mehr Touristen aus Meißen und Umgebung nach Lito- měřice.

Ein Teil dieser Partnerschaft zu sein bedeutet für mich, neue Freunde zu treffen, Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen, aber auch voneinander zu lernen. Wenn ich etwa den Meißner Oberbürgermeister treffe, dann sprechen wir über realisierte oder noch geplante Veranstaltungen und motivieren uns so gegenseitig zur weiteren Arbeit für unsere Städte. 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Partnerschaft?

Mein Wunsch ist es, unsere Partnerschaft weiter zu entwickeln. Es ist notwendig, sich nicht nur auf die Kontakte zwischen den Rathäusern zu konzentrieren, sondern ein möglichst breites Spektrum von Organisationen und Menschen einzubeziehen. Wenn sich die Menschen treffen, dann lernen sie sich auch besser kennen und geben ihre Erfahrungen weiter. Und das war immer das Hauptziel unserer Partnerschaft.

Die Partnerschaft zwischen Míšní und Litoměřice ist sehr lebendig und das wünsche ich ihr auch für die nächsten 25 Jahre.

Wie geht Ihre Stadt mit der aktuellen Situation um?

Die Pandemie hat das Leben der Stadt in allen Bereichen negativ beeinflusst. Ob nun wirtschaftlich, im Alltag oder in der Freizeit. Wir befolgen strenge Maßnahmen der Regierung. Mund- Nase-Schutz, Einschränkung des Betriebs in den Büros, Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen, Schließung von Geschäften, Dienstleistungen, Restaurants und vieles mehr. Die Stadt hilft den Unternehmern, zudem bieten wir auch verschiedene Unterstützung für Senioren. Wir haben Krisenstäbe und ein Freiwilligenzentrum eingerichtet. Aktuell helfen unsere Mitarbeiter den ältesten Bürgern bei der elektronischen Registrierung für die Covid-Impfung.

Die Bürozeiten sind begrenzt, aber wir versuchen sicherzustellen, dass jeder Bürger seine not- wendigen Angelegenheiten unverzüglich erledigen kann.

Nach der Lieferung der erforderlichen Impfstoffmenge wird unser Messegelände „Garten Böhmens“ voraussichtlich als zentrales Impfzentrum genutzt. Wir alle hoffen, dass sich die Situation mit der Pandemie bald verbessern wird und unser Leben zu den alten Gewohnheiten zurückkehren kann, ohne uns um die Gesundheit von uns und unseren Lieben sorgen zu müssen. Und wir wünschen Meißen dasselbe.

 

Smart Cities

Partnerstädte Meißen und Leitmeritz im digitalen Austausch

Ende Januar 2021 fand die Digitalkonferenz „Smart Cities - Best Practice Austausch im Rahmen der sächsisch-tschechischen Städtepartnerschaften“ statt. Neben Großstädten wie Dresden, Leipzig und Brünn waren als einzige Mittelstädte die Kommunen Meißen und Leitmeritz unter den Referenten vertreten.

Ziel des virtuellen Treffens war es, eigene Projekte im Bereich Mobilität und Infrastruktur zur Verbesserung des städtischen Lebensraums vorzustellen und darüber mit den Städtepartnern ins Gespräch zu kommen.

Für Meißen berichtete Verkehrsplaner Anatoly Arkhipov über das städtische Konzept zur Verbesserung des Parksuchverkehrs. Denn seit Oktober 2020 sind die beiden P+R-Anlagen in Meißen-Triebischtal und am Meißner Bahnhof mit insgesamt 209 Parksensoren ausgerüstet. „Fahrgäste können so für beide Standorte bequem und online prüfen, ob noch freie Plätze verfügbar sind“, erläutert Arkhipov. Der VVO hat rund 41.000 Euro in die Technik investiert.

Vertreter der Partnerstadt Leitmeritz stellten das Projekt e-FEKTA vor. Hierbei handelt es sich um Photovoltaikanlagen, welche die örtlichen Ladesäulen mit Strom versorgen. Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Testphase.

Auch Mitglieder verschiedener Instanzen, wie die Sächsische Energieagentur (SAENA), das Ministerium für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik oder auch das gemeinsame Sekretariat des Kooperationsprogramms Sachsen-Tschechien der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank, referierten bei der Veranstaltung. Die Beiträge wurden simultan durch Dolmetscher übersetzt. Zeitweise waren bis zu 106 Teilnehmer online anwesend.

„Es war sehr informativ, gemeinsam mit den anderen Beteiligten Fragestellungen zu den vorgestellten Projekten zu erörtern und deren mögliche Entwicklungen zu diskutieren“, resümiert Meißens Verkehrsplaner.

Hintergrund

Die Konferenz fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen statt. Dieses organisiert in unregelmäßigen Abständen Veranstaltungen mit sächsisch-tschechischen Städtepartnerschaften zu unterschiedlichen Themen. Der Austausch zu Fragen, die beide Seiten beschäftigen, soll die Beziehungen zwischen den Partnern fördern.

 
 

Anne Dziallas, Leiterin Büro des Oberbürgermeisters
Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters
Laura Schmuck
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