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Mittwoch, 22. Februar 2017

Aktueller Puppentrick trifft DEFA-Erinnerungen - Ausstellungsausklang im Stadtmuseum

Argonauten
Mit einem kleinen aber feinen Kinonachmittag verabschiedet sich die Wanderausstellung „Puppen im Film“ am Sonntag, dem 26. Februar ab 15 Uhr aus dem Meißner Stadtmuseum. Die Schau zeigt eine Auswahl von Figuren aus den schönsten DEFA-Puppentrickfilmen der Jahre 1957-1989. Ältere Trickfilmfans können sich von den vielfältigen künstlerischen Handschriften verzaubern lassen und begegnen alten Bekannten, wie den Märchenfiguren aus „Zwerg Nase“ oder „Die Weihnachtsgans Auguste“. Selbst die imposanten Handpuppenfiguren aus der Argonauten-Sage gehen auf dem alten Elbkahn im Museum auf eine letzte große Fahrt…

Doch auch jüngere Besucher haben ihre Freude an den skurril-witzigen Trickfilmwelten.

Als 1992 die Dresdener Trickfilmschmiede ihr Tore für immer schließen musste, gründeten einige ehemalige DEFA-Mitarbeiter eigene Produktionsfirmen und setzen auf diese Art die Dresdner Animationsfilm-Tradition fort.

Am Sonntag präsentiert das Museum den Besuchern drei ausgewählte Filme aus den neuen Studios. Traditionelle Erzählkunst und klassische Techniken treffen hier auf moderne Bilderwelten und aktuelle Themen. Neben den Regisseuren werden dazu weitere ehemalige Mitarbeiter aus dem DEFA-Studio für Trickfilme zu Gast sein. Im Anschluss an die Vorführung beantworten sie Fragen der Besucher und teilen Erinnerungen und Einblicke hinter die Kulissen der DDR-Trickfilmproduktion.

Hylas Trickfilm Dresden (Regie: Martina Großer und Rolf Hofmann)
„Das Märchen von der Prinzessin Turandot“, 2016
Puppentrickfilm nach der berühmten Vorlage: Prinzessin Turandot wird den ersten Brautwerber heiraten, der ihre drei Rätsel löst. Löst er diese nicht, wird er geköpft…

Mediahaus Kreischa (Regie: Dr. Jörg Herrmann)
„Aus dem Leben eines Rumgehers“, 2013
Flachs und Leinen sind wichtige Leitmotive in diesem Silhouettenfilm. Erzählt wird aus der Perspektive des "Rumgehers", der einst in der Lausitz von Haus zu Haus ging, den Leuten seine Waren feilbot und nebenbei auch Neuigkeiten verbreitete …

BalanceFilm (Regie: Grit Wißkirchen und Ralf Kukula)
„Die schöne Anna-Lena“, 2013
Der Zeichentrickfilm nach der gleichnamigen Geschichte aus dem Kinderbuch von Winfried Bredow und Anke Kuhl zeigt den unheilvollen Verlauf der Putzsucht eines kleinen Mädchens in umgekehrter Struwelpeter-Manier… mit der Stimme der Sängerin Annamateur.

Nebenan im Kaiser-Panorama kommen bis Sonntag auch Technik- und Naturfreunde noch ins Staunen. Die gezeigte Serie mit dreidimensionalen touristischen Bildern zur Sächsischen Schweiz um 1900 ist einmalig in ihrer Plastizität: Schiffe, die feine Gesellschaft, spielende Kinder, Landschaften, freie Elbufer...hier fühlt man sich förmlich als Teil der Bilder.

Ausklang der Ausstellung „Puppen im Film und ein Kaiser-Panorama“, Sonntag, 26. Februar, 15 Uhr, Stadtmuseum Meißen, Heinrichsplatz 3, Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro

Schließzeit und Vorbereitung auf die neue Ausstellung

Vom 27. Februar bis einschließlich 13. März 2017 ist das Stadtmuseum dann für Reinigungsarbeiten und den Um- und Aufbau für die neue Ausstellung geschlossen.

Bald darauf stimmt auch das Museum in der einstigen Franziskanerklosterkirche wortwörtlich in die Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum ein: „Luther, Lieder und Kanzlei“ heißt die große Sonderschau, die vom 8. April bis 5. November 2017 hier zu sehen sein wird. Mit Kunstschätzen und Alltagsgegenständen zeichnet sie ein Bild vom Leben in Meißen während der Reformationszeit und belegt mit historischen Bibelausgaben und Gesangsbüchern die poetische Kraft, mit der Luther das „Meißner Kanzleideutsch“ verbreitete, so dass es bis heute die deutsche Standardsprache geblieben ist.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

E-Mail